Feindbild des Christentums

Auch in der Bibel gibt es ein Feindbild. Das unterscheidet sich aber wesentlich von dem des Islam. Während im Koran der “Kampf” (=”Dschihad”) eine wichtige Stellung einnimmt, ist im Neuen Testament nicht sehr häufig von einem Kampf die Rede.
Darunter gibt es Bibelstellen, in denen Kampf negativ bewertet wird.

Woher kommt der Kampf unter euch, woher der Streit? Kommt’s nicht daher, dass in euren Gliedern die Gelüste gegeneinander streiten?
Ihr seid begierig und erlangt’s nicht; ihr mordet und neidet und gewinnt nichts; ihr streitet und kämpft und habt nichts, weil ihr nicht bittet;
ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr’s für eure Gelüste vergeuden könnt.
(Jak 4,1 ff)

Jakobus spricht dabei von dem Kampf, der aus der Sünde heraus entsteht. Dieser ist auf jeden Fall zu verurteilen. Denn wir wissen, dass Jesus gekommen ist, um das Reich Gottes aufzurichten. Und wo dieses Reich ist, da gibt es keine Sünde und wir sollen mit aller Kraft gegen die Sünde ankämpfen und sie mit Gottes Hilfe besiegen. Damit hätten wir auch schon das christliche Feindbild: “die Sünde” bzw. “das Böse”.
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Feindbild des Islam

Es wurde schon viel darüber geschrieben, für was Islam und für was Christentum steht. Hier will ich mal behandeln, gegen was sie eigentlich sind, also worin das Feindbild der jeweiligen Religion besteht. Heute behandle ich das “Feindbild des Islam”, morgen erscheint ein Beitrag zum “Feindbild des Christentums”.

Im Islam werden eindeutig die “Ungläubigen” als Feinde angesehen. Also diejenigen, die das islamische Glaubensbekenntis ablehnen. Dieses Glaubensbekenntnis besagt, dass Allah der einzigste Gott ist und Mohammed sein Gesandter und Prophet. Wer daran nicht glaubt, soll von den Moslems bekämpft werden.
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Hindernisse zum Glück

Kennt ihr auch diesen inneren Kritiker, der einem immer sagt, was einem alles zum Glück fehlt? Du bist zu schüchtern, du bist zu klein, du bist zu hässlich, du bist zu chaotisch, du bist zu arm, du bist zu faul, du bist zu schwach …

Stimmt alles nicht, sagt die Bibel. Das einzige, was uns an einem erfüllten Leben hindert, ist die Tatsache, dass unser Verhältnis zu Gott gestört ist. Denn der Mensch ist ein Wesen, das Gott braucht, sich nach ihm sehnt und zur Gemeinschaft mit ihm geschaffen wurde.

Und das ist der Punkt, an dem wir Christen die Segnungen zeigen müssen, die wir von Gott empfangen. Ich zum Beispiel bin schüchtern, chaotisch und faul. Aber ich bin glücklich, denn ich habe Frieden mit Gott.

Und schon wieder kommt diese innere Stimme, die sagt: “Ja, aber irgendwas fehlt doch noch …”. Nein, nix. Jesus is all I need.

Und er [der Herr] hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
(2 Kor 12,9)

Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
(Joh 6,31)

Römer 5: die Liebe Gottes - oder: warum ich glaube

Zu der Frage “Warum glaubst du an Gott?”, fällt mir dieser Vers ein:

Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
(Röm 5,5b)

Wer diese Liebe einmal gespürt hat, der hat einfach die Gewissheit: Gott ist da!
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Rückschläge

Es macht mehr Spaß, über Fortschritte zu schreiben. Wie man mit dem Glauben Hindernisse überwindet und wie man langsam lernt, Gottes Liebe weiterzugeben. Aber ich bemühe mich, möglichst aufrichtig und ehrlich zu sein. Es geht nicht immer nur aufwärts im Leben. Manchmal kommen auch Rückschläge. Da treten wieder Dinge in mein Leben, von denen ich dachte, ICH hätte sie schon überwunden. Und zwar immer dann, wenn ich nicht auf Jesus schaue, immer dann, wenn ich nicht zu ihm komme und alleine durch die Welt gehe. Dann verfalle ich den Verlockungen des Lebens, auf denen Spaß steht und Verderben drinsteckt. Dann mache ich nämlich wieder die alte Scheisse.
Dann muss ich wieder schmerzhaft erfahren, dass ICH überhaupt nichts überwunden habe und ich ohne IHN überhaupt nichts tun kann.

So wie gestern. Da habe ich mal wieder zu viel gesoffen. Das ist mir lange nicht mehr passiert, aber gestern hat es mich wieder erwischt. Ich weiß, dass es schlecht für mich ist, aber ich hatte mich nicht im Griff, denn meine Gedanken waren nicht bei Gott, sondern beim schnellen Vergnügen, das gar keines ist.
Heute habe ich einen mordsmäßigen Kater. Und nebenbei habe ich noch die Leute aus meiner Gemeinde versetzt. Die haben bestimmt auf mich gewartet. Ja, ich bereue wirklich, was ich da wieder fabriziert habe.

Ich führe kein frommes, vorbildliches Leben, der den gottlosen Menschen mal kurz zeigt, wie der Hase läuft. Ich brauche niemand den Spliter in seinem Auge vorhalten. Ich weiß, dass ich nen riesigen Balken in meinem Auge habe. Ich bin auch nur ein kleiner Sünder.

Wie werde ich das vor Gott rechtfertigen? Überhaupt nicht. Ich kann mich nicht rausreden, denn ich habe genau gewusst, was ich tue und habe mich gegen Gott gestellt. Alles was ich jetzt noch tun kann, ist auf seine Gnade zu hoffen.

Und ich weiß, dass ich für Gott wertvoll bin. Vor ihm bin ich nicht der kleine Sünder, sondern wie sein Kind, ein Sohn des Höchsten. Denn Christus reinigt mich von meiner Sünde und er hat die Schuld auf sich genommen. Jetzt muss ich nicht mehr die Sünde mit mir rumschleppen und mich darüber ärgern. Jesus hat sie weggenommen. Und ich kann wieder blitzeblank strahlen, denn Jesus ist bei mir.

Meine “Hassliste”

Neulich habe ich im Zug einen alten Klassenkameraden wiedergetroffen. Mein erster Gedanke war: “Oh nein, nicht der Arsch”.

Dann habe ich mich geschämt, wie ich immer noch die alten Geschichten mit mir rumtrage.
Vor kurzem hatte ich noch eine Liste von Leuten aufgestellt, die ich in meinem Leben wirklich gehasst habe. Und habe gebetet, dass es mir gelingt, ihnen zu vergeben. Wie ich jetzt gemerkt habe, ist mir das offensichtlich noch nicht gelungen. Da sind mir vier Leute eingefallen, alle aus meiner Schulzeit. Und den ich im Zug wiedergetroffen habe, der war auf dem vierten Platz gelandet. Tatsächlich hatte ich die konkreten Dinge vergessen, warum ich speziell ihm gegenüber so negativ gestimmt war. Ich hatte es schon vergessen, aber noch nicht vergeben. Sehr merkwürdiges Gefühl.

Also habe ich versucht, ihm nichts mehr nachzutragen und mit Gottes Hilfe ist es mir auch gelungen.
Es kam ein gutes und interessantes Gespräch heraus. Weit besser, als mit manch einem von meinen alten Freunden, wenn ich sie wieder sehe.

Vielleicht gibt Gott mir auch die Gelegenheit, die anderen drei Personen auf meiner Liste “abzuhaken”. Ich spüre, dass es bei den andern drei leider etwas schwieriger wird.

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Homosexualität

Es erfüllt mich mit Scham, wenn ich sehe, wie manche, die sich “Christen” nennen, über homosexuelle Mitmenschen herziehen. Das hätte Jesus bestimmt nicht getan und er hätte sich gegen eine Ausgrenzung eingesetzt. Er hat die Menschen geliebt und sich um die Ausgegrenzten sogar besonders gekümmert.
Bei Gott sind alle Menschen willkommen und es ist unsere Pflicht, diese Botschaft an die Menschen weiterzugeben.

Trotzdem hat Jesus auch immer deutliche Worte gefunden, wenn etwas passiert ist, das nicht im Sinne Gottes ist. Jesus hat immer sehr genau zwischen dem Sünder und der Sünde unterschieden. Die Sünder hat er geliebt, aber die Sünde hat er scharf verurteilt. Jesus hat gezeigt, wie es geht und fordert uns dazu auf, ihm nachzueifern.

Nun bin ich nicht in der Position, um von oben herab zu beurteilen, wer richtig und wer falsch handelt. Nur weil ich nicht schwul bin, bin ich nichts besseres. Was ich schreibe, ist als Ratschlag unter Gleichen zu verstehen. Von Sünder zu Sünder.
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Meine “Vorbilder”

Gefunden bei RobertMG. Leider kann ich meine Vorbilder nicht so einfach runterschreiben, ohne ein paar Worte darüber zu verlieren, da ich schon mit dem Begriff “Vorbild” ein Problem habe. Je nachdem, wie man ihn versteht. Echtes Vorbild und ideales Idol kann für mich nur Jesus Christus sein.
Allerdings gibt es auch ein paar normale Menschen, die mich besonders beeindruckt haben und zumindest als “partielle Vorbilder” taugen. Nicht dass ich sagen würde, dass sie sich - wie Jesus - immer vorbildlich verhalten hätten, aber sie haben schon einige Taten vollbracht, die nachahmenswert sind. Spontan fallen mir ein:

Der Liebesbeweis Gottes

Warum musste Christus sterben? Eine einfache (und richtige) Antwort ist: weil es so prophezeit worden ist und Gott das einhält, was er verspricht. Das ist schonmal ein wichtiger Punkt. Aber wenn es nur darum ginge, dann hätte Gott den Propheten auch eine Offenbarung geben können, in der fliegende Elefanten in rosa Ballettkleidchen superflauschige Babysocken mit Blümchenmuster stricken und “O Sole Mio” singen. Und es dann genau so geschehen lassen.
Tatsächlich steckt in dem Tod von Christus eine wichtige Botschaft für jeden von uns drin: Gott liebt dich!
Und durch das Leben und Leiden von Jesus und durch seinen Tod am Kreuz, wurde sie so krass wie irgendwie möglich ausgedrückt. Gott hat alles für uns gegeben.
Wir wären nicht in der Lage, das zu erkennen. Wir könnten es nicht spüren oder sonst irgendwie wahrnehmen. Aber Jesus gibt uns den Beweis für Gottes Liebe, durch ihn sind wir fähig, sie zu erkennen. Und nicht nur das. Durch ihn haben wir auch einen Zugang zu dieser Liebe, die alle unsere Sehnsüchte stillt.

Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
(Joh 6,35)

Mehr zum Thema hier:
Warum musste Christus leiden?

Endzeiterwartung in der Urgemeinde

Mein Ziel war es eigentlich schon immer, das Christentum in der Originalfassung zu leben. Die Ansicht, wir wären über die Zeit reifer geworden und hätten eine größere Erkenntnis gewonnen, muss ich verwerfen. Das Gegenteil ist der Fall. Ich denke, dass die Christenheit selten weiter von Gott entfernt war, als heute.
Und während die Kirche in ihrer langen Geschichte viel Leid verursacht und mitverschuldet hat, ist die christliche Urgemeinde auch über die lange Zeit und den großen Wandel der Moralvorstellungen immer noch über jede moralische Kritik erhaben. Und zu keiner Zeit war die Christenheit stärker von Gottes Geist ergriffen, als am Anfang. Es ist offensichtlich, dass die Geschichte des Christentums kein geradliniger Verlauf im Sinne Gottes ist und geradezu nach Korrekturen schreit.

Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken,
und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.
Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, richte dein Amt redlich aus.
(2 Ti 4,3 ff)

Genau so ist es auch gekommen. Also, besinnen wir uns doch auf den Ursprung zurück, halten uns an die heilsame Lehre, die von den Aposteln gepredigt wurde und geben dem Heiligen Geist wieder mehr Raum, um in uns und durch uns zu wirken. Bisher dachte ich, ich hätte so im Groben begriffen, wie wir unser Leben führen sollen. Doch vor kurzem sprang mir ein Punkt ins Auge, den ich bis jetzt total vernachlässigt habe und der in der Urgemeinde wirklich allgegenwärtig war: die Erwartung auf baldige Rückkehr von Jesus Christus.
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