Gottes Lamm

Gerade denke ich über diese Verse nach:

Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn.
Er wurde mißhandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.
(Jesaja 53,7; Schlachter 2000 Übersetzung)

Die Verse sind eine Prophetie auf Jesus. Auch in der Apostelgeschichte (Apg 8,32) tauchen sie auf. Die Kernaussage ist, dass Jesus das Lamm Gottes ist, welches die Sünde der Welt trägt (vgl. Joh 1,29; 1. Kor 5,7). Ein brisantes Thema, das manche Menschen an Gott zweifeln lässt. Wieso muss das Sündenproblem so blutig gelöst werden?
Gute Frage. Ich kann keine direkte Antwort darauf geben. Ich weiß nur: wir sind nicht in der Lage, über Gottes Gerechtigkeit zu urteilen. Ich glaube, dass er gerecht ist, auch wenn ich ihn oft nicht verstehen kann.

Wir können daraus aber Demut lernen. Dass ein anderer für unsere Schuld bezahlen muss und wir unsere Schuld nicht selbst begleichen können, ist sehr beschämend. Es zeigt, wie nackt wir vor Gott eigentlich dastehen. Und Gott sorgt für unsere Kleidung. Er kleidet uns mit Gerechtigkeit. Jesus ist unsere Gerechtigkeit und wegen ihm dürfen wir so zu Gott kommen, wie wir sind.

Soviel dazu. Ich will das jetzt nicht zu sehr ausbreiten. Man könnte Bücher damit füllen.

Ich frage mich, was in dem Vers sonst noch drin steckt. Welche Situation ist denn genau gemeint? Jesus wird „zur Schlachtbank“ geführt. Ich denke, damit ist vor allem die Zeit von seiner Verhaftung bis zur Kreuzigung gemeint.

In den Evangelien kann man nachlesen, wie Jesus unmittelbar vor seiner Verhaftung mit dem Vater gerungen hat.

Und er nahm mit sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet!
Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge,
und sprach: Abba, mein Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst!
(Markus 14,33-36)

Er wusste, was auf ihn zukommt. Während er so gebetet hat, wollte er nicht sterben. Doch er wusste, dass es so kommen muss. Und so hat er den Willen des Vaters angenommen. Anschließend lässt er sich ohne Gegenwehr verhaften. Er läuft nicht weg, er fleht nicht um Gnade. Er tut den Mund nicht auf, obwohl er Engel hätte rufen können, die ihn beschützen. Er hatte nun den festen Entschluss gefasst, Gottes Plan zu vollenden. Sein Innenleben hat sich durch das Gebet mit dem Vater völlig verändert. Keine Spur von innerer Gelähmtheit oder Unsicherheit. Jesus ist voller Tatendrang und ist bereit, sich für die Welt hinzugeben. In Vers 42 sagt er schließlich zu seinen Jüngern: „Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, der mich verrät, ist nahe.“ (Mk 14,42)

Was können wir daraus lernen? Jesus wendet sich in der schwersten Stunde seines Lebens an seinen Vater. Und so sollen auch wir uns jederzeit an unseren himmlischen Vater wenden. Im Gebet bekommen wir Kraft und Sicherheit. Und wir werden nicht mehr durch Angst und Trübsal gelähmt.
So zusammengefasst klingt es jetzt einfach. Wir beten und schon sind alle Sorgen und Probleme weg. Das wird in den seltensten Fällen passieren. Doch wir können sicher sein, dass Gott uns mit allem ausrüsten wird, was wir auf unserem Weg brauchen.
Außerdem hat Jesus sich durch das Gebet auf auf seine Verhaftung und seinen Tod eingestellt. So können wir uns auch auf schwierige Situationen vorbereiten. Auf dass wir dann auch diese Ruhe bekommen, die Jesus hatte, als er verraten wurde.

„Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele;“ „denn er ist meine Hoffnung.“
„Er ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz,“ „dass ich nicht fallen werde.“
Bei Gott ist mein Heil und meine Ehre, der Fels meiner Stärke, meine Zuversicht ist bei Gott.
Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht.
(Psalm 62,6-9)

(12b) schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern.
(13) Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
(Philipper 2,12b-13)

Betrachten wir nur Vers 12, dann liegt es in unserem Verantwortungsbereich, dass wir selig werden. Dann hängt das Entscheidende zur Rettung an unserem Tun. Betrachten wir nur Vers 13, dann haben wir eine Art christlichen Fatalismus: Gott bewirkt sowieso alles, dann brauchen wir uns um nichts mehr zu kümmern. Und beide Folgerungen sind falsch.
Betrachten wir beide Verse zusammen, dann wird hier ein grundlegendes Spannungsfeld auf den Punkt gebracht: „Unser Schaffen“ versus „Gottes Wirken“. Ich kann das nicht auflösen und es bleibt mir ein Rätsel, wie diese beiden Dinge ineinander greifen.

Aber wir können aus den Versen ein paar Dinge lernen:

  • Es gibt einen Grund zu handeln. Denn wir sollen schaffen, dass wir selig werden.
  • Es gibt keinen Grund zu verzweifeln. Wenn Gott alles in uns wirkt, sowohl das Wollen als auch das Vollbringen, dann können wir auch alles schaffen, was er will.
  • Es gibt keinen Grund, stolz auf unsere Leistung zu sein. Es ist nicht unser Verdienst, was wir geschafft haben, sondern von Gott gewirkt.
  • Es gibt einen Grund, Gott für alles dankbar zu sein. Denn er bewirkt beides in uns, das Wollen und das Vollbringen.

Gerade habe ich diesen Artikel auf Spiegel Online gelesen. Und ich bin entsetzt, wie hier Stimmung für eine laschere Abtreibungspraxis gemacht werden soll. Wie können diese Leute es wagen, über das Leben eines behinderten Menschen verfügen zu wollen? Sind sie wirklich in der Lage, entscheiden zu können, ob dieser Mensch leben darf, oder nicht?

Ich möchte hier Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes zitieren:

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Das Leben mit einem behinderten Kind ist schwer. Und wahrscheinlich kann ich nicht beurteilen, wie schwer.
Aber an alle Eltern mit einem behinderten Kind möchte ich sagen: Ihr braucht euch nicht schämen. Ihr könnt stolz auf euer Kind sein. Und ihr könnt stolz auf euch sein. Denn wer sein Kind annimmt und mit seinen Eigenheiten liebt, obwohl es nicht dem gesunden Kind entspricht, von dem man geträumt hat, zeigt für mich in besonderen Maße, dass er das Herz am richtigen Fleck hat.

Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
(Matthäus 5,7)

Das steckt ganz tief im Menschen drin: sich etwas verdienen wollen. Und das nicht (nur) aus egoistischem Antrieb. Das Gefühl, immer etwas leisten zu müssen, dient nicht dem eigenen Vorteil, sondern kommt von einer inneren Erkenntnis, dass man irgendwas schuldig geblieben ist und wiedergutmachen muss. Man muss sich dessen nicht einmal bewusst sein, doch das Handeln der Menschen deutet darauf hin, dass sie hier eine Verpflichtung fühlen.

Kennt ihr das Gefühl? Also ich habe z.B. ein sehr schlechtes Gefühl, wenn ich daran denke, dass mein Wohlstand für Bürgerkriege in Zentralafrika und in anderen Gegenden der Welt mitverantwortlich ist. Ich sollte den Menschen dort etwas abgeben, um ihre Not zu lindern. Oder ich habe ein schlechtes Gefühl, wenn ich weiß, dass mein Lebensstil für den Klimawandel mitverantwortlich ist. Vielleicht sollte ich sparsamer mit Ressourcen umgehen, also mehr Strom und Wasser sparen, mehr mit dem Fahrrad fahren, usw.

Habt ihr mal versucht, ein richtig guter Mensch zu sein? Ich schon. Und ich bin daran verzweifelt. Die Bergpredigt war meine Lieblingsstelle in der Bibel, weil sie in so radikaler Weise zu einem „guten“ Leben auffordert. Da habe ich gedacht: „Seht ihr, da steht doch alles, wie ihr euch verhalten sollt, aber ihr tut es nicht!“ Und das habe ich der Generation vor mir zum Vorwurf gemacht. Bis ich etwas älter wurde … da musste ich mich dann selbst am Maßstab der Bergpredigt messen! Und das Fazit war erschütternd. Bei allem, was ich tat, verblieb immer das Gefühl, mehr falsch als richtig getan zu haben, oder zumindest, dass ich noch mehr hätte tun können und müssen.

Dieser ganze „Make the world a better place“-Kram ging mir irgendwann ziemlich auf den Keks, weil es immer nur punktuell Verbesserung brachte und anschließend ging jeder wieder in den Alltagstrott über, wo weitergehasst und -gelogen wurde, wie immer. So ein hingebungsvolles Leben wie Jesus, vom Anfang bis zum bitteren Ende, so sollte es eigentlich sein.

Anschließend flüchtete ich mich in den Vergleich mit anderen: „Ok, ich schaffe es nicht, so ‘gut’ zu sein, wie ich mir das vorstelle, aber ich bin ja immer noch besser als die Meisten.“ Damit kann man sich arrangieren und viele leben so ihr ganzes Leben. Aber mir gab das keine Befriedigung. Es blieb ein schlechtes Gewissen, nicht genug zu tun. Und ja, schlimmer sogar, indem ich mich über die Anderen stelle, würdigte ich sie herab und das war der Ausgangspunkt für viele weitere falsche Taten.

Und dann begriff ich endlich, was Gottes Gnade bedeutet. Sie befreit mich von der Last, etwas leisten zu müssen. Natürlich, es bleibt dabei: ich soll Werke der Barmherzigkeit und Nächstenliebe tun, keine Frage. Aber die Last, dass ich immer noch mehr tun müsste, die mich letztlich so gelähmt und schwermütig gemacht hat, die darf ich bei Jesus abgeben! Ich darf im Glauben annehmen, dass er meine Last auf sich nimmt und trägt und dass er mich vor Gott gerecht macht.

Und *schwupp* da war sie weg, die Last. Ich kann nicht erklären, wie das funktioniert hat, denn ich verstehe das selbst nicht. Aber es ist ein Gefühl von unbeschreiblicher Freiheit, für die ich Jesus immer dankbar sein werde. Es fühlt sich so an, als wäre ich davor mit angezogener Handbremse durch’s Leben gefahren. Man muss sich das Leben nicht unnötig schwer machen. Die Gnade Gottes ist so ein großartiges Geschenk, also nimm’ sie doch einfach an. Auch dir will er sie schenken.

Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten,
und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.
(Römerbrief 3,23-24)

Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
(Johannes 1,16)

Auch passend zum Thema: Gnade ist unfair!

Atheistische Werbung auf Bussen in Großbritannien erzeugte dort viel Aufmerksamkeit. Nun haben Atheisten in Deutschland versucht, die Kampagne hier nachzuahmen. Die Verkehrsbetriebe sträubten sich und wollten diese Werbung nicht auf ihren Bussen sehen. Nun hat die Kampagne ihren eigenen Bus gemietet und macht mit der Aufschrift „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott. Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben.“ eine Tour durch Deutschland. Doch nicht nur die Atheisten werben für ihren Glauben, auch eine Gruppe von Christen nutzt die mediale Aufmerksamkeit für eine eigene Buskampagne.

Eine Reportage von 3Sat

Vielmehr liebt eure Feinde; tut Gutes und leiht, wo ihr nichts dafür zu bekommen hofft.
(Lukas 6,35)

Du sollst von deinem Bruder nicht Zinsen nehmen, weder für Geld noch für Speise noch für alles, wofür man Zinsen nehmen kann.
(5.Mose 23,20)

Wenn du Geld verleihst an einen aus meinem Volk, an einen Armen neben dir, so sollst du an ihm nicht wie ein Wucherer handeln; du sollst keinerlei Zinsen von ihm nehmen.
(2.Mose 22,24)

Erstes Konzil von Nicäa (325 n. Chr.)

Kanon 17: Wer Wucherzinsen verlangt, soll abgesetzt werden.

Ergänzend zum Thema: Zinsverbot

Menschen können durch das simple Wiederholen von Worten stark beeinflusst werden.
Hier ein interessantes Video, das diesen Sachverhalt genauer erklärt:

Neben der Werbeindustrie wird diese Methode natürlich auch von Sekten angewandt. Ein illustratives Beispiel dazu habe ich auf Donralfo’s Blog gefunden:
Gehirnwäsche Live

Noch ein interessanter Artikel, aus dem ich einen Teil zitieren möchte:

Es wird schnell deutlich, daß der Begriff “Sekte” tückisch ist. Sachgemäßer wäre es, von “Sondergemeinschaft”, Religionsgemeinschaft oder – falls nötig – von “konfliktträchtigen Gruppen” zu sprechen. Man muß jedoch sehen, daß sich die Umgangssprache nicht reglementieren läßt: Der Sektenbegriff ist derart griffig und beliebt, daß er sich kaum verdrängen läßt. Ein Kompromiß könnte darin liegen, daß man den Begriff ,,Sekte” mehr unter dem Aspekt der Entwicklung sieht: Denn Gruppen und Gemeinschaften können ,,versekten” und auch ,,entsekten”. Die ,,Siebenten-Tags-Adventisten” beispielsweise haben sich in den letzten Jahren deutlich ,,aus der Sektenecke” heraus bewegt und sind (mehr oder weniger) eine Freikirche geworden. Andere Gruppen, z. B. einzelne Ausprägungen charismatischer Frömmigkeit, sind nie als ,,Sekte” angetreten, laufen aber Gefahr, zu ,,versekten”.

Der Begriff ,,Sekte” darf nicht als ,,Kampfbegriff” verwendet werden, um kleinere Religionsgemeinschaften oder Andersdenkende zu stigmatisieren. Es gibt jedoch Gruppen und Gemeinschaften, die sich selbst absolut setzten, so tun, als hätten sie Gott oder den Heiligen Geist gepachtet und Menschen mit problematischen Versprechungen abhängig machen. Hier muß man sich nicht wundern, wenn die Öffentlichkeit von “Sekte” redet. Im kirchlichen oder staatlichen Kontext sollte dieser Begriff jedoch vermieden werden.

Quelle: http://www.webnews.de/kommentare/198118/0/Was-ist-eine-Sekte.html

Methoden von Sekten

Gefunden hier: patrikschneider.de

- Die Sekten legen Wert darauf, dass der Angeworbene möglichst wenig Kontakt zu Außenstehenden hat. Es findet eine ständige Beaufsichtigung durch die Gruppenmitglieder statt. Die neuen Mitglieder werden gedrängt, jede freie Minute mit der Gruppe zu verbringen.

- Man versucht eine Steuerung der Gedanken durch entsprechende Gespräche, bei denen zum Beispiel ausgewählte Bibelstellen zitiert werden und jegliche Kritik abgeschossen wird.

- Die Sekten erzeugen beim Geworbenen oft Schuld- und Angstgefühle und drängen ihn zu dauernder Aktivität, die dann zu einer permanenten Übermüdung führt.

- Sekten entwickeln eine eigene Sprachform. Dies führt oft dazu, dass man mit anderen Menschen außerhalb der Sekte nicht mehr normal reden kann.

-Häufig taucht das Argument auf: „Das kann man nicht erklären. Das musst du einfach erlebt haben.“ Viele Gruppen argumentiere damit, das Heilserlebnis, das sie anbieten, sei eben mit Worten nicht zu beschreiben, mitreden könne da nur, wer es selbst erlebt habe.

Es ist daher offensichtlich, dass ein kritisches Gespräch nur während der ersten Phase- wenn der Kontakt zur Gruppe noch locker ist- einen Sinn hat. Später werden Argumente kurzerhand vom Tisch gewischt, meistens mit der Begründung, die Eltern/Angehörigen/Freunde seien eben nicht erleuchtet genug um die Gruppe richtig einzuschätzen.

Sicher ist die Auflistung nicht vollständig und es müssen nicht alle dieser Methoden in einer Sekte angewendet werden, damit sie als „Sekte“ bezeichnet werden kann. Ich würde noch hinzufügen, dass Sekten typischer Weise auch über eine stark hierarchische Struktur und einen undurchsichtigen Geldfluss verfügen.

Wenn die Punkte auf deine Glaubensgemeinschaft nicht zutreffen, dann bist du wohl in keiner Sekte, oder du bist noch nicht so tief involviert, dass du das Innenleben dieser Glaubensgemeinschaft beurteilen kannst. Denn natürlich offenbart eine Sekte ihre Absichten nicht sofort, sondern führt einen Neuling behutsam an das heran, was von ihm erwartet wird.
Wenn du meinst, dass die meisten Punkte davon aber zutreffen, dann solltest du dich näher mit dem Thema beschäftigen, um herauszufinden, ob du einer Sekte angehörst, oder nicht.

Ich fühle mich natürlich etwas ertappt. Der Satz mit dem „man kann es nicht beschreiben, man muss es einfach erlebt haben“ könnte auch von mir sein. Ich werde versuchen, künftig auf solche Sätze zu verzichten. Trotzdem denke ich, dass die Erlösung durch Jesus erfahrbar ist und eine Quelle von großer, lang anhaltender Freude ist. Meine Erfahrungen werden sich aber wohl nicht wesentlich von anderen Menschen unterscheiden, die in ihrem Leben ebenfalls auf Christus bauen.

Aufgaben:
Überlege Gefahren, die bei diesen Methoden für Menschen entstehen.
Warum sind genau Menschen in Krisensituationen für Sekten und ihre Methoden so anfällig?
Erläutere Erwartungen an die traditionelle Kirchen, um diese Gefahren zu mildern

Es besteht die Gefahr der sozialen Isolation, indem man Beziehungen zu Freunden, Verwandten und Bekannten abgebrochen werden. Das erhöht die persönliche Abhängigkeit zu der Sekte enorm. Außerdem besteht die Gefahr, dass diese Menschen früher oder später unglücklich werden, da sie dem wachsenden Druck, der auf sie ausgeübt wird, nicht mehr gerecht werden können. (Natürlich dürfen sie das nicht zugeben, denn es muss ja immer alles super sein, wenn man zur Sekte gehört)
Es kann passieren, dass sich diese Menschen finanziell oder körperlich verausgaben und ruinieren. Und es kann passieren, dass sie durch Nachahmung des obersten Führers (unbewusst) die selben manipulativen Methoden anwenden und weitere Personen in eine Abhängigkeit führen.
Außerdem kann es passieren, dass diese Menschen ihr Seelenheil verlieren, weil sie nicht mehr durch den Glauben an Jesus gerecht werden wollen, sondern dem Gehorsam gegenüber ihrem Führer Vorrang geben.

Menschen in Krisensituationen sind anfällig für Sekten, weil sie froh sind, wenn sie jemanden finden, der ihnen (vermeintliche) Orientierung gibt und sie „an die Hand nimmt“. Gerade die Erfahrung, in eigener Verantwortung gescheitert zu sein, treibt einen Menschen dazu, auf die Leitung anderer zu vertrauen.

Meine Erwartung an traditionelle Kirchen wäre, dass sie sich die Methoden bewusst machen und einschreiten, wenn leitende Mitarbeiter (bewusst oder unbewusst) Sektenmethoden anwenden.

Vielleicht werde ich in Zukunft mehr zu diesem Thema bloggen.

Deutschland hat seinen Anteil am Weltmarkt von konventionellen Rüstungsgütern ausgebaut. Er stieg innerhalb der letzten fünf Jahre von sieben auf zehn Prozent. Damit liegt Deutschland an dritter Stelle. Nur die USA (31%) und Russland (25%) sind noch dicker im Geschäft.
Quelle: [1]

Theoretisch liefert die Bundesrepublik zwar keine Waffen in Krisengebiete, praktisch funktioniert das aber eher weniger (siehe [2]).

Zweifelsohne eine der Schattenseiten unseres Landes.

[1] SIPRI Bericht
[2] Deutsche Waffen illegal nach Georgien geliefert

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