Vor einigen Monaten gab es eine große Aufregung , als der Papst den byzantinischen Kaiser Manuel II Palaiologos zitierte:
„Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten“
Auch wenn das Thema nicht mehr ganz aktuell ist, so habe ich vor kurzem die Antwort von einem Muslim auf diese Aufforderung gefunden.
Das ist eine Reaktion, die der Papst vermutlich bezweckte, nämlich zu einem fruchtbaren Dialog anregen. Deshalb möchte ich auf die in der muslimischen Antwort angeführten 10 Punkte auch eine Antwort aus meiner christlichen Sicht geben:
Hallo liebe Muslime,
vielen Dank, dass ihr hier auf die Aufforderung des byzantinischen Kaisers eingegangen seid. In der Öffentlichkeit hat man nur die Muslime zu sehen bekommen, die auf das Zitat des Papstes mit Entrüstung und Hass reagiert haben. Wie ich sehe, ist das in der Öffentlichkeit von den Muslimen gezeichnete Bild verzerrt und es gibt auch Muslime, die mit Worten (statt Gewalt) für ihren Glauben werben können.
Bitte gestattet mir meine christliche Sicht der Dinge hier darzulegen, auf dass der Dialog zwischen Christen und Muslimen fruchtbar sei und wir alle die Wahrheit erkennen können.
Aus meiner christlichen Sicht ist Mohammed kein Prophet, sondern ein Irrlehrer. Die Christen werden im Koran auch als fehlgeleitet bezeichnet, aus meiner Sicht sind die Muslime fehlgeleitet. Ich bete für euch, dass Gott euch die Augen öffnen wird und ihr die Wahrheit erkennen könnt.
Ich habe versucht, meine Meinung möglichst diplomatisch auszudrücken und trotzdem das Kind direkt beim Namen zu nennen. Ich weiß, dass im arabischen Kulturkreis scharfe Kritik unüblich ist und dass meine Aussagen zu Irritationen führen können. Seid euch aber immer stets bewusst, dass es in meiner Kultur eine andere Grenze zwischen Kritik und Beleidigung gibt. Denn Beleidigungen sind keineswegs meine Absicht.
zu 1.)
Dass Gott allein Anbetung verdient und niemand ausser ihm angebetet werden soll, ist nichts neues, das Mohammed brachte. Auch Moses, Jesus und andere haben das den Menschen gepredigt.
zu 2.)
Gott hat keinen menschlichen Sohn, sondern einen göttlichen Sohn, der in Menschengestalt zu uns gekommen ist. Auch wenn es schwer ist, das mit unserem beschränkten Verstand zu begreifen, Gott ist alles möglich. Es zeigt, dass es keine gute Idee ist, Gott in die Kategorie „Person“ einzuordnen. Gott ist Gott und jede Vorstellung, die wir von ihm haben, kann ihm nicht gerecht werden. Auch die Dreieinigkeit im Christentum, dass Gott aus Vater, Sohn und heiligem Geist besteht, ist nur eine Modell, um Gott besser begreifen zu können. Wer meint, die Christen hätten mehrere Götter, der hat einen Kernpunkt im Christentum nicht begriffen. Es gibt nur einen Gott.
Allerdings stimme ich insofern mit euch überein, dass ich auch der Meinung bin, dass in der katholischen Kirche ein gewisses Maß an Aberglaube und Götzentum vorhanden ist. Aber auch der Islam ist nicht völlig frei davon, z.B. die Verehrung der Kaaba.
zu 3.)
Also ich habe die Information, dass Juden und Christen zur Zeit Mohammeds als Bürger zweiter Klasse in einer islamischen Gesellschaft leben durften, während Anhänger anderer Religionen nur die Wahl zwischen Islam und Hinrichtung hatten.
Dass sogenannte „Christen“ andere Menschen wegen ihres Glaubens getötet haben, will ich in keiner Weise verteidigen. Gott wird ihr Richter sein. Mit der Bibel ist dieses Verhalten unvereinbar und eindeutig eine schwere Sünde.
zu 4.)
Barmherzigkeit mag ein Prinzip von Mohammed gewesen sein, aber ich denke, das ist nur eine Seite der Medallie. Das Gegengewicht scheint mir im Islam eine gewisse Gnadenlosigkeit und Gewalt zu sein.
Jesus ist anders. Er zeigt uns, dass Hass und Zorn eine Sünde ist. Und dass wir diese Gefühle in unserem Herzen bekämpfen müssen. Stattdessen sollen wir uns von der Liebe zu Gott und zu den Menschen treiben lassen. Barmherzigkeit ist in der Lehre Jesu ein allumfassendes Leitmotiv, zu dem wir in jeder Situation verpflichtet sind.
zu 5.)
Es gibt nicht nur Propheten, sondern auch falsche Propheten, die uns von Gott weg bringen wollen.
zu 6.)
Jesus verabscheute auch das Achten auf gesellschaftliche Stellung und Lebensstandard. Dass das in der „westlichen Welt“ nicht so gelebt wird, ist ein Hinweis darauf, dass diese Gesellschaften nicht sehr christlich sind. Der Vorwurf an die christlichen geprägten Kulturen, dass sie viel zu sehr auf Wohlstand achten, ist berechtigt und ich teile ihn.
Ich bin mir nicht sicher, ob wir unter „Menschenrechte“ das selbe verstehen. Nach meinem Verständnis ist es grundsätzlich eine Sünde, wenn ein Mann seine Frau schlägt. Soviel ich weiß, hatte Mohammed da ganz andere Ansichten.
zu 7.)
Das halte ich für nichts besonderes. Dasselbe tun auch die Gottlosen.
Dagegen sagt Jesus: „Liebt eure Feinde! Tut wohl denen, die euch hassen!“ (Lk. 6,27b)
Das ist eine Einstellung, an der sich Gott noch mehr erfreuen kann.
zu 8.)
Dass Gelehrte und Denker von den christlichen Kirchen verfolgt wurden, war eine Sünde. Sie haben den Namen Gottes missbraucht. Aber es ist schon geschehen, man kann es nicht wieder gut machen. Alles was man jetzt tun kann: Die Sünden bekennen.
Man sollte Verfehlungen nicht schönreden oder leugnen, sonst würde man nur noch mehr Schuld auf sich laden. Mein persönlicher Eindruck ist, als wären nur wenige Muslime wirklich zu einer aufrichtigen Buße bereit.
zu 9.)
Mir ist keine Kultur bekannt, in der die Menschen von der Heirat abgehalten werden. Im Christentum ist die Heirat zum Beispiel sehr wichtig. Sie ist die gottgewollte Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau. Und kein wildes Durcheinander zwischen einem Mann und mehreren Frauen.
Dass manche Christen sich selbst auferlegt haben, ihren natürlichen Bedürfnissen nicht nachzukommen und unverheiratet zu bleiben, ist eine besondere Form, mit der sie Gott preisen wollen. Die meisten Menschen sind dazu aber nicht geschaffen und sollten es deshalb besser bleiben lassen.
zu 10.)
Alle Menschen sind vor Gott gleich. Dieses „Konzept“ hat nicht Mohammed gebracht, sondern es kommt von Gott. Und Jesus hat es schon vor Mohammed gepredigt.
Dezember 23, 2007 at 10:09
Geh auf http://www.diewahrereligion.de und schau dir da die Videos (es sind mehrere) über die Bibel an. Die Bibel existiert in ihrer ursprünglichen Art nicht mehr. Die Bibel und die Tora sind verändert worden. Seit dem es den Koran gibt ist nur noch der Koran gültig und wer nicht an den einzigen Gott glaubt der ist ein Ungläubiger und wird in der Hölle landen. (Nebenbei, die Wellen- und Teilchentheorie ist nur ein Modell also genauso wie die Atommodelle nur ein Modell sind. so sehen Atome nicht wirklich aus. Und es gibt bereits eine neuere Theorie als die Wellen- und Teilchentherorie. Und hast du wirklich versucht das Wesen Gottes zu erklären über den NIEMAND nachdenken darf und Aussagen machen darf die nicht im Koran stehen, und über den du keine Ahnung hast?
Du musst folgendes wissen:
Es gibt keinen Gott ausser Allah den Allmächtigen, Bahmherzigen und Mohammad ist sein Prophet. ( Sein letzter Prophet nach ihm kommt kein NEUER Prophet, nur Jesus wird einige Zeit vor dem Jüngsten Tag wieder auf die Erde zurückkommen, er wird aber keine neue Religion bringen sondern er wird den Islam praktizieren wie wir ihn heute kennen. Jesus, Moses, Abraham, Adam, Noha und andere alle diese Propheten waren Muslime sie haben sich Gott ergeben und waren gottesfürchtig. Jesus ist der von euch zuletzt anerkannte Prophet und somit euer Vorbild, er war beschnitten warum beschneidet ihr euch nicht, er hat so vieles gemacht was ihr nicht macht. Zu wem hat er wohl gebetet? Und zu wem betet ihr? Er hat niemals Vater zu Gott gesagt. Versteht ihr denn nicht das Gott sagt „Sei“ und es „Ist“. Gott wurde nicht gezeugt und zeugt nicht)
Öffne dein Herz und hinterfrage deine Religion sei offen deine Religion von einer anderen Perspektive zu sehen und somit die wahre Religion zu erkennen nämlich den Islam.
Dezember 27, 2007 at 9:00
Tut mir leid, dass ich den Kommentar erst so spät freischalte. Ich war über die Feiertage nicht online.
Die Bibel ist ein Buch des Geistes. Die Botschaft, die in der Bibel steckt, ist und bleibt die selbe. Wer sie mit dem Geist Gottes liest, der kennt ihre Botschaft, egal in welche Sprache sie übersetzt wurde. Wer den Geist Gottes nicht hat, der wird sie nicht verstehen können, auch wenn er den Urtext liest. Gott geht es nicht um den Buchstaben, sondern es geht ihm um unsere innere Einstellung.
Die Beschneidung ist der alte Bund. Wir gehören zu dem neuen Bund, der von Jeremia angekündigt wurde. Wir sind berufen, ein Leben in Gemeinschaft mit Gott zu führen. Dafür hat er uns von der Last des Gesetzes befreit, so dass wir nicht für eine äußere Fassade leben, sondern aus dem innersten unseres Herzens das Reich Gottes aufrichten können.
Jesus hat sovieles gemacht, das wir nicht machen. Das stimmt. Wir sind nicht wie er, aber wir wollen ihm nachfolgen.
Ihr beruft euch auf Mohammed. Aber warum ist er für euch so enorm wichtig? Kann man nicht auch an Gott glauben, ohne an Mohammed zu glauben? Abraham und Noah haben sich nicht auf Mohammed berufen, sondern auf Gott. Wir berufen uns auf Jesus Christus. Und Christus ist Gott.
Jesus war 100% Mensch und ist (und war) 100% Gott. Wir beten zu keinem Menschen, sondern zu Gott allein. Ich kann’s nicht oft genug wiederholen.
Januar 3, 2008 at 12:05
http://theolounge.wordpress.com/2007/05/06/gott-ist-gleich-gott-oder-etwa-nicht/
http://theolounge.wordpress.com/2007/05/15/eine-kleine-verteidigung-der-trinitat/
September 23, 2008 at 8:49
An den Muslim
„Öffne dein Herz und hinterfrage deine Religion sei offen deine Religion von einer anderen Perspektive zu sehen und somit die wahre Religion zu erkennen nämlich den Islam.“
Trage keinem anderen auf, was du selbst nie getan hast. Du hast den Islam noch nie hinterfragt. Sonst würdest du etwas anderes sagen.
Außerdem, was machst du den von dem was Jesus getan hat? Beschneidung? Soll das etwa das wichtigste im Leben
von Jesus gewesen sein?
September 23, 2008 at 9:34
Hallo Bernd,
deinen letzten Satz habe ich gelöscht, weil er meinem Empfinden nach an der Grenze zur Beleidigung war.
Deine Argumente finde ich ganz gut und da hast du es sicher nicht nötig, irgend jemanden herabzuwürdigen.
Gruß, Philip
März 21, 2009 at 6:18
Mohammed machte den heute „ersten“ Schöpfungsmythos der Genesis (perek aleph) rückgängig und bekräftigte den ursprünglichen „zweiten“ (perek bet). Das ist schon alles. Er tat dies in der Hoffnung, die halbwegs zivilisierte Menschheit dadurch wieder etwas gerechter und damit friedlicher zu machen, bis klügere Menschen die endgültige Lösung zur Überwindung der Erbsünde herausfinden würden. Dass der Prophet Jesus von Nazareth diese Lösung bereits erkannt hatte, konnte er nicht wissen, da das Thomas-Evangelium erst 1945 als Bestandteil der Nag-Hammadi-Schriften (wieder-)gefunden wurde. Alle wesentlichen Zusammenhänge werden hier erklärt:
http://www.deweles.de/willkommen/offene-briefe.html