Bald ist es wieder soweit. Das größte Fest in unserem Kulturkreis steht an: Weihnachten. Häufig wird Weihnachten auch das „Fest der Liebe“ genannt. Diesen Ausdruck finde ich nicht ganz unpassend. Aber das Wort „Liebe“ ist so vielschichtig belegt und es stellt sich die Frage:
von welcher Liebe reden wir hier eigentlich?

Die wohl verbreiteste Vorstellung von Weihnachten ist, dass dieses Fest ein Fest der Gemeinschaft ist. Es ist eine Gelegenheit, um seine Zuneigung zu den Angehörigen zu zeigen. Das heißt, die Liebe beschränkt sich auf ein enges Umfeld.
Es wäre doch schön, wenn wir auch andere Menschen in unsere Zuneigung einbeziehen können. Wir können uns um Menschen kümmern, die es sonst schwer im Leben haben. Weihnachten ist also ein Fest, das Anlass zur Wohltätigkeit gibt. Auch diese Ansicht ist weit verbreitet.

Gegen all das spricht nichts. Allerdings ist es etwas beschämend, dass wir extra ein Fest brauchen, um auf diese Gedanken zu kommen. Denn eigentlich sollten wir das in unserem Alltag leben. Doch Weihnachten hilft uns, dass wir uns auf diese Werte besinnen.

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf,
sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;
sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.
(1 Kor 13,4ff)

Wenn wir also das „Fest der Liebe“ feiern, dann lasst es uns in diesem Sinne feiern.

Jetzt habe ich einen ganzen Artikel über Weihnachten geschrieben. Und trotzdem habe ich das Wesentliche nicht erwähnt! Mehr dazu im zweiten Teil.


  1. foen

    Du stellst hier die Frage nach der Liebe und welche Bedeutung der Begriff eigentlich beinhaltet weil er so vielschichtig ist. In deinem Beitrag „(Miss)verständnisse über Gott und die Bibel“ schreibst du, die Bibel sagt: „Gott ist die Liebe“. Von welcher Liebe spricht die Bibel? Und weshalb verwendest du diesen laut deiner eigenen Aussage vielschichtigen Begriff.

    Ich bin der Meinung, Gläubige Menschen verwenden den Begriff „Liebe“ als Allzweckwaffe und oberflächliche Beschreibung von Gottes Eigenschaften. Gott ist die Liebe. Ein Satz dem niemand etwas entgegensetzen kann. Großartig, dass du hier selbst diese ungenaue, oberflächliche und unantastbare Verwendung des Begriffs Liebe aufdeckst. Vielleicht hältst du dich in deinen nächsten Artikeln selbst, an die von dir vorgebrachten Bedenken, was schwammige Formulierungen betrifft.

  2. Josef Sefton

    Die Liebe Jesus Christi lässt das eisiges in unserem Herze schmelzen.

    Friedlicher, hoffnungsvoller, freudevoller und zuversichtlicher ins neue Jahr 2009 zu rutschen dies ist meine Predigt für nicht Christ und Christ zugleich.

    Ein erholsames und überraschungsvolles Wochenende wünsche ich Couch-Kartoffeln und nicht Couch-Kartoffeln aller Arten in der Welt!

    Gottes Segen euch.

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