Römer 3: Rechtfertigung vor Gott

So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.
(Röm. 3,2 8)

Der Weg zur Erlösung geht nur durch den Glauben. Und nicht durch irgendwelche Werke, Rituale oder Traditionen. Natürlich folgen aus dem Glaube auch irgendwelche sichtbaren Taten (vgl. Jak. 2,17), aber was die Rechtfertigung vor Gott angeht, also der Weg zu unserem Seelenheil, kann nur über den Glauben erfolgen.
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Römer 3: die Begnadigung

Das Leben ist nicht gerecht. Aber Gott ist gerecht und deshalb muss er die Menschen für ihre Taten zur Rechenschaft ziehen.
Und wir haben den “Vertrag” alle nicht eingehalten. Das Urteil lautet: schuldig!

Stellt euch das wirklich mal vor. Alle sind schuldig sind und werden verurteilt. Da sucht man doch nach anderen Lösungen. Es kann nicht sein, dass das Urteil aufgehoben wird, aber die Strafe kann doch erlassen werden. Es kann eine Amnestie ausrufen werden. Und so hat es Gott gemacht.

Wem würdest du Amnestie gewähren? Dem, der sagt, dass er unschuldig sei, obwohl seine Schuld zweifelsfrei bewiesen ist? Oder dem, der sagt: “Ja, ich bin schuldig und ich bereue, was ich getan habe.” Ich vermute mal, du würdest auch eher den Letzteren begnadigen.

Wir haben nun aber alle richtig viel Schaden angerichtet, der irgendwie wiedergutgemacht werden muss. Tja, dann muss wohl die Staatskasse ranhalten. Und so gibt Gott uns seinen Schatz, um den von uns verursachten Schaden zu begleichen.

Wenn Gott dich also fragt, wer für dich bezahlen soll, was wirst du ihm antworten?

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Warum man Gott mit der Vernunft nicht erfassen kann

Zu dem Thema mal ein paar Gedanken von mir.

Als “Vernunft” wird die “Fähigkeit des menschlichen Geistes” bezeichnet (Quelle: Wikipedia). Da der menschliche Geist aber durch Zeit und Raum eingeschränkt ist, muss der menschliche Verstand beschränkt sein. Das Leben eines Menschen ist endlich, die Existenz der Erde ist endlich, die Gehirnzellen sind endlich und die Atome, aus denen ein Mensch besteht, sind ebenso endlich usw.
Wir haben die Schranke des menschlichen Geistes noch nicht erreicht. Aber es gibt keinen Grund zu Annahme, dass mit Vernunft alle Sacherverhalte ergründet werden könnten. Und trotzdem setzen viele Atheisten genau dieses Axiom bei ihrer Weltanschauung voraus. Oder sie denken, dass man alles zumindest mit hinreichender Genauigkeit erklären könnte.

Folgen wir aber mal meinem Axiom. Nämlich, dass ein Gott existiert, der über allem steht, der auch nicht an Zeit und Raum gebunden ist und selbst durch nichts eingeschränkt wird und werden kann. Diesen Gott könnten wir doch mit der Vernunft nicht erfassen. Man könnte höchstens seine Unendlichkeit auf eine endliche Teilmenge zu projizieren. Den Rest des Beitrags lesen »

Römer 3: alle sind schuldig

Alle Menschen sind vor Gott schuldig. So kann man die ersten beiden Kapitel des Römerbriefs zusammen fassen. Das ist nicht nur eine christliche Sichtweise, sondern die Menschen können das spüren, ohne jemals von Gott gehört zu haben. Die Welt ist schlecht, weil alle Menschen schlecht sind und jeder einzelne seinen Teil dazu beiträgt, dass es so bleibt. Man muss das Wort “Sünde” nicht kennen, um zu verstehen, dass alle Menschen eine sündhafte Natur haben. Den Rest des Beitrags lesen »

Hoffnung, Glaube, Liebe

Zur Abwechslung mal was Lyrisches von mir.

Die Gewissheit sagt: “Du stirbst!”
Aber die Hoffnung sagt: “Ich werde leben!”

Die Erkenntnis sagt: “Du bist schwach!”
Aber der Glaube sagt: “Ich kann!”

Die Wahrheit sagt: “Du musst nicht!”
Aber die Liebe sagt: “Ich will!”

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
(1.Kor. 13,13)

Ohne Liebe würde ich nicht wollen.
Ohne Glauben würde ich nicht können.
Ohne Hoffnung würde ich nicht wissen warum.

(Miss)verständnisse über Gott und die Bibel

Es gibt viele Missverständnisse über Gott und die Bibel. Auch ich bin sicher nicht frei davon. Doch ich weiß, dass Gott ein gerechter und liebender Gott ist. Das weiß ich, weil ich selbst seine Liebe und Gnade kennen lernen durfte.
Man trifft im Internet immer wieder auf eine spezielle Sorte Mensch. Sie lehnen das Christentum ab, weil sie kein richtiges Verständnis für die Bibel entwickelt haben oder sie absichtlich nicht richtig verstehen wollen. Und Gott wird durch herausgerissene Bibelzitate als “Unmensch” dargestellt.
Irgendwie kann ich das auch ein bisschen verstehen. Denn viele Christen (wie ich auch) reden nicht gerne darüber, dass Gott auch zornig sein kann. Wir kennen zwar die Liebe Gottes, von seinem Zorn haben haben wir aber höchstens eine theoretische Vorstellung und verdrängen ihn gern. Wer das alte Testament liest, dem wird diese Seite Gottes begegnen und einiges finden, was ihm grausam erscheint, z.B. hier.
Wer aber an dieser Stelle aufhört und nicht weitere Bibelstellen in das Gesamtbild einbezieht, der muss sich von mir den Vorwurf der Ignoranz gefallen lassen. Denn schließlich sagt die Bibel auch, dass Gott die Liebe ist (1. Joh. 4,16).

Wer die Bibel missverstehen möchte, dem kann nicht geholfen werden. Mit solchen Leuten möchte ich nicht mehr diskutieren, denn das führt zu nichts. Für diejenigen, welche das Wesen Gottes besser kennen lernen wollen, habe ich mit Gottes Hilfe mal versucht, ein paar Antworten zusammen zu stellen:

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Mein Jahreslosung 2008

Hin und wieder suche ich mir aus der Bibel einen Vers aus, der mich in einer bestimmten Lebenssituation besonders anspricht.
Das kann ein Vers sein, der zeigt, was in meinem Leben schief läuft. Oder ein Vers, der mir was wichtiges über Gott erzählt, oder sonst in irgend einer Form eine persönliche Botschaft für mich hat.
Auf jeden Fall ist es aber ein Vers, der Konsequenzen auf meinen Alltag haben soll. Man soll das Wort Gottes nicht nur hören, sondern auch danach handeln.
Natürlich sind alle Verse in der Bibel wichtig. Der Leitvers soll deshalb nicht mein “Lebensmotto” sein, sondern nur ein Motto für einen (wichtigen) Aspket im Leben.

Der Spruch, der mich im Jahr 2008 begleiten soll, ist dieser:

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
(Mt. 5,14-16)

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Die Suche des Lebens

Was ist die größte Demütigung, die einem hochgebildeten Mann passieren kann? Dass seine Weisheit überhaupt nichts mehr Wert ist. Aus diesem Grund wird er sich verbissen an die Vernunft klammern und sonst nichts gelten lassen.
Ähnlich ist es mit reichen und mächtigen Menschen. Sie verwenden ihre Kraft, um noch reicher zu werden und ihre Macht zu erweitern. Alles tun sie nur für das eine Ziel.

Und plötzlich nutzt ihnen all das nichts mehr und es zählen ganz andere Dinge! Wenn ihre eigenen Maßstäbe völlig unbedeutend werden, werden sie es deshalb nur schwer verkraften können.
Nicht, weil sie zu viel wissen, zu reich oder zu mächtig dazu sind, sondern weil sie zu stolz sind, den größten Irrtum ihres Lebens zu bekennen.
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Sabbat und Sonntag

Der Wochenrhythmus und der wöchentliche Ruhetag wurden im Christentum von der jüdischen Tradition übernommen. Wobei die Juden den Sabbat am Samstag feiern, während die Christen einen Tag später feiern. Und wir nennen ihn nicht Sabbat, sondern Sonntag. Warum das so ist, da hab ich schon die unterschiedlichsten Dinge gelesen.

Ein besonders abstruses Beispiel ist, dass Satan das göttliche Gebot der Sabbatsruhe verfälscht hat und und wir, die wir alle einen Tag später Pause machen, des Teufels sind. Das ist natürlich Quatsch, denn Gott schätzt uns nach unserem inneren Wert. Durch Christus gibt es vor Gott gibt es nur eine Rechtfertigung durch den Glauben und nicht durch Einhalten von Geboten.

Eine weit verbreitete Meinung dagegen ist, dass Sabbat und Sonntag identisch sind. Und durch die Sonntagsruhe wird das vierte Gebot eingehalten.

Dass das Sabbatgebot aber nicht mehr “aktuell” ist, zeigt eigentlich diese Bibelstelle: Den Rest des Beitrags lesen »

Gewaltlosigkeit über alles?

Früher habe ich gedacht, Jesus würde einen radikalen Pazifismus lehren. Also Gewaltlosigkeit unter allen Umständen. Inzwischen sehe ich das anders. Sehr bekannt ist ja diese Bibelstelle:

Ihr habt gehört, dass gesagt ist (2.Mose 21,24): »Auge um Auge, Zahn um Zahn.«
Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.
(Mt. 5,38 f.)

Wer also meint, er könne mit “Auge um Auge, Zahn um Zahn” seine Rache legitimieren, liegt auf jeden Fall falsch. Den Rest des Beitrags lesen »