Mein Jahreslosung 2008

Hin und wieder suche ich mir aus der Bibel einen Vers aus, der mich in einer bestimmten Lebenssituation besonders anspricht.
Das kann ein Vers sein, der zeigt, was in meinem Leben schief läuft. Oder ein Vers, der mir was wichtiges über Gott erzählt, oder sonst in irgend einer Form eine persönliche Botschaft für mich hat.
Auf jeden Fall ist es aber ein Vers, der Konsequenzen auf meinen Alltag haben soll. Man soll das Wort Gottes nicht nur hören, sondern auch danach handeln.
Natürlich sind alle Verse in der Bibel wichtig. Der Leitvers soll deshalb nicht mein “Lebensmotto” sein, sondern nur ein Motto für einen (wichtigen) Aspket im Leben.

Der Spruch, der mich im Jahr 2008 begleiten soll, ist dieser:

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
(Mt. 5,14-16)


Vor ein paar Wochen habe ich von Gott eine ziemlich deutliche Eingebung bekommen. Als ich ihn gefragt habe, was ich für ihn tun kann, habe ich eine klare Antwort bekommen: “teile die Liebe mit deinen Mitmenschen!” Dieser Gedanke war plötzlich richtig fest in meinem Kopf und ging nicht mehr raus.

Im Jahr 2007 durfte ich die unerschöpfliche Liebe Gottes kennen lernen. Sie war mir schon vorher bekannt, aber nicht in diesem Ausmaß. Ich kann mit Worten nicht beschreiben, wie sehr sich mein Leben verändert hat. Nicht äusserlich, aber innerlich. Ich habe meinen inneren Frieden wieder gefunden. Natürlich gab es auch Momente, in denen ich alles andere als glücklich war, aber es ist im Hintergrund immer ein großes und nachhaltiges Glücksgefühl da, das ich in dieser Stärke noch nicht gekannt habe. Ich weiß, wem ich das zu verdanken habe. Es ist nicht mein Verdienst, sondern Gott sorgt für mich und hat seine Gnade an mir offenbar werden lassen.

Nun ist es nicht so, dass ich mich damit begnügen soll oder will. Vielmehr ist es so, wie im Gleichnis “von den anvertrauten Pfunden”. Ich soll die Liebe vermehren, indem ich meinen Mitmenschen davon abgebe. Früher habe ich meine Mitmenschen mit meiner schlechten Laune angesteckt. Jetzt möchte ich sie mit der Liebe anstecken, die ich von Gott empfangen durfte.

In diesem Sinne möchte ich ein Licht für die Menschen sein. Ein Licht, das den Menschen Orientierung in ihrem Leben gibt und die seelische Finsternis vertreibt. Es ist nicht gut, das Licht unter einen Scheffel zu stellen, also den Menschen dieses Licht vorzuenthalten. Sondern man stellt es auf einen Leuchter, so hat es den größten Nutzen für alle.

Für das Jahr 2008 habe ich mir also vorgenommen, dieses Licht, das Gott in mir angeknippst hat, vor den Menschen leuchten zu lassen. So werden auch sie Gottes Liebe kennen lernen können.

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