Römer 3: die Begnadigung

Das Leben ist nicht gerecht. Aber Gott ist gerecht und deshalb muss er die Menschen für ihre Taten zur Rechenschaft ziehen.
Und wir haben den “Vertrag” alle nicht eingehalten. Das Urteil lautet: schuldig!

Stellt euch das wirklich mal vor. Alle sind schuldig sind und werden verurteilt. Da sucht man doch nach anderen Lösungen. Es kann nicht sein, dass das Urteil aufgehoben wird, aber die Strafe kann doch erlassen werden. Es kann eine Amnestie ausrufen werden. Und so hat es Gott gemacht.

Wem würdest du Amnestie gewähren? Dem, der sagt, dass er unschuldig sei, obwohl seine Schuld zweifelsfrei bewiesen ist? Oder dem, der sagt: “Ja, ich bin schuldig und ich bereue, was ich getan habe.” Ich vermute mal, du würdest auch eher den Letzteren begnadigen.

Wir haben nun aber alle richtig viel Schaden angerichtet, der irgendwie wiedergutgemacht werden muss. Tja, dann muss wohl die Staatskasse ranhalten. Und so gibt Gott uns seinen Schatz, um den von uns verursachten Schaden zu begleichen.

Wenn Gott dich also fragt, wer für dich bezahlen soll, was wirst du ihm antworten?


Jesus Christus!

Und hier nochmal mit den Worten von Apostel Paulus:

Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten,
und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.
Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher
begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, dass er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus.
(Röm. 3,23)

2 Antworten zu “Römer 3: die Begnadigung”

  1. pipifatz sagt:

    “Und so gibt Gott uns seinen Schatz, um den von uns verursachten Schaden zu begleichen.”

    Welchen Schatz und welchen Schaden?
    Kannst du das etwas konkreter ausführen?

  2. Philip sagt:

    Ja, gerne. Ich will’s versuchen.

    Also mit Schatz meine ich Jesus Christus, Gottes Sohn. Ihn hat Gott für uns gegeben, durch ihn ist der Schaden beglichen worden.

    Mit Schaden meine ich zum einen die Kluft zwischen Gott und den Menschen. Unsere Sündhaftigkeit, die wir selbst verschuldet haben, trennt uns von Gott. Dazu sind wir aber nicht geschaffen und so können wir auch kein erfülltes Leben führen.
    Gott hat uns eigentlich geschaffen, damit wir mit ihm zusammen leben. Wir brauchen ihn. Und die verloren gegangene Verbindung stellt Jesus für uns wieder her.

    Zum anderen meine ich mit Schaden aber auch das ganze Elend, das wir anderen Menschen zugefügt haben. Ich denke, dass Gott auch diesen Schaden irgendwie wieder gut machen wird. Wie genau das passiert, weiß ich nicht, aber es drückt sich z.B. in den Seligpreisungen aus, oder auch in dem Spruch “die Letzten werden die Ersten sein” (Mt. 20,16) usw.

Eine Antwort hinterlassen