Römer 3: Rechtfertigung vor Gott
Januar 30, 2008 — PhilipSo halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.
(Röm. 3,2![]()
Der Weg zur Erlösung geht nur durch den Glauben. Und nicht durch irgendwelche Werke, Rituale oder Traditionen. Natürlich folgen aus dem Glaube auch irgendwelche sichtbaren Taten (vgl. Jak. 2,17), aber was die Rechtfertigung vor Gott angeht, also der Weg zu unserem Seelenheil, kann nur über den Glauben erfolgen.
Glauben heißt Vertrauen. Wenn wir nicht darauf vertrauen, dass Jesus für uns gestorben ist und unser Sündenproblem gelöst hat, können wir nicht zu Gott kommen. Das ist so unheimlich wichtig und kann nie oft genug wiederholt werden. Genauso wie dieser Satz:
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
(Joh 14,6)
Leider werden diese wichtigen und zentralen Aussagen häufig verstellt. Lieber klammern sich die Menschen an irgendwelche äusseren Regeln. Sonntags in die Kirche, jeden Tag ne gute Tat …
Doch so ein Verhalten ist oft ein Ausdruck davon, dass Gottvertrauen fehlt. Wenn man nicht die Gewissheit hat, errettet worden zu sein, dann wollen das manche mit irgendwelchen Äusserlichkeiten kompensieren. Nach dem Motto: “Wenn Gott sieht, dass ich mich bemühe, wird er hoffentlich gnädig mit mir sein.” Das klingt dann fast schon so, als wolle man die Gerechtigkeit vor Gott ohne den Glauben an Jesus Christus erlangen. Und wir wissen doch, dass wir aus eigener Kraft nicht errettet werden können. Da sollte man dann wirklich fragen, warum man sich trotzdem so verhält.
Viel eher ist es doch so:
Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
(1.Joh. 1,9)
Sind wir jetzt also frei und können tun und lassen, was wir wollen? Paulus schreibt dazu:
Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir richten das Gesetz auf.
(Röm. 3,31)
Durch die Sünde war der Mensch von Gott getrennt. Aber durch Jesus Christus können wir diese Kluft wieder überwinden und können wieder eine Beziehung zu Gott leben. Wir können im Gebet mit ihm sprechen und mit ihm in direkten Kontakt treten. Wir brauchen keine Propheten und Engel als Vermittler mehr. In Form des heiligen Geistes ist Gott selbst in uns.
Ihr aber, meine Lieben, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist,
(Jud. 20)
Februar 1, 2008 um 3:01 Uhr nachmittags
Hallo,
wollt mal kurz nachhaken - was denkst Du denn zu prophetischen Gaben?
Viele Grüße
Februar 1, 2008 um 10:27 Uhr nachmittags
Ja, sowas kommt vor, denke ich. Aber eher selten. Und man muss aufpassen. Es gibt auch falsche Propheten.
Februar 11, 2008 um 8:10 Uhr nachmittags
Ja, Glaube ist Gottvertrauen. Aber wie soll ich mit einem Menschen umgehen, der nicht so recht glauben kann? Soll ich ihm “mit all meiner Macht und Überzeugungskraft” vorwerfen: “Jetzt komm endlich zum Glauben, sonst bist Du nicht gerettet”, oder soll ich nicht eher in endloser Liebe und Geduld ihm dabei helfen, “zu Gott zu finden”? Z.B., indem ich ihn zur Sonntagsmesse einlade, wo er die Gemeinschaft der Liebe, die ja aus dem Glauben folgt, “am eigenen Leib kennenlernt” und dadurch vielleicht geneigter wird, zu glauben?
meint
Christoph
Februar 12, 2008 um 10:20 Uhr nachmittags
Eine schwierige Frage. Aber Paulus schreibt den Römerbrief an Leute, die schon glauben. Die Botschaft richtet sich an eine ganz andere “Zielgruppe”.
Glauben kann man nicht erzwingen. Wer nicht glaubt, muss überzeugt werden. Geduld und Liebe ist da wichtig und ich denke, es kommt vor allem auch darauf an, dass man wirklich vorlebt, was Jesus für einen Unterschied macht.
Siehe auch Meine Jahreslosung 2008