Römer 4: glauben wie Abraham
Februar 20, 2008 — PhilipIn Kapitel 4 wird ein Beispiel für einen Mann angeführt, der so gelebt hat, wie es Gott gefallen hat: Abraham. An diesem Beispiel wird eigentlich deutlich, dass es Gott keineswegs darum geht, dass wir möglichst viele Rituale und Traditionen einhalten. Abraham war nämlich nicht beschnitten und ebenso gab es die Gesetze noch nicht, die Mose anvertraut wurden. Auch fand Abraham nicht Gefallen bei Gott, weil er vielen Omas über die Straße geholfen hat oder besonders historisch-kritisch war. Das besondere bei Abraham war, dass er Gott glaubte.
Denn was sagt die Schrift? »Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden.« (1.Mose 15,6)
(Röm. 4,3)
Da stellt sich die Frage: was war das für ein Glaube, den Abraham hatte?
Ich denke, Glaube meint hier nicht nur ein Bekenntnis für Gott. Es lohnt sich, die Geschichte von Abraham (ab 1. Mose 11,27) nochmal zu lesen und darüber nachzudenken, wie Abraham gelebt hat. Er war nicht perfekt, aber er hat Gott geglaubt. Und wenn man Gott glaubt, dann wird man doch auch tun, was er einem sagt, oder? Die Konsequenz des Gehorsams ist meinem Verständnis nach untrennbar mit dem Glaube verknüpft. Wer dem allmächtigen Gott glaubt, der will ihm doch auch gehorchen.
Wer wirklich glaubt, dass Jesus die einzigste Rettung für uns ist, der will doch auch anderen Menschen davon erzählen. Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich dann wieder denke “jaaa, aber viele sind doch auch so irgendwie glücklich, ohne Jesus”. Trotzdem kann es für keinen Menschen etwas besseres geben, als Jesus Christus kennen zu lernen. Das, was Gott mit uns vor hat, übertrifft alles, was wir auf dieser Welt haben können. Trotzdem verlässt mich in vielen Situationen der Glaube daran.
Bei Abraham war das nicht so. Er hat alles umgesetzt, was Gott ihm gesagt hat. Denn er hatte einen felsenfesten Glauben. Wenn der Glaube mit Werken so untrennbar verknüpft ist, warum betont Paulus dann, dass der Glaube so wichtig ist? Nun, ich denke, das hat den Grund, dass aus dem Glaube auch die Werke und der Gehorsam gegenüber Gott entstehen. Aber anders herum nicht. Wenn der Glaube fehlt, dann fehlt alles. Alle Werke, die man dann tut, sind nur Schall und Rauch. Denn man wird Gottes Willen nicht tun. Gottes Stimme wird man ohne Glauben nicht wahrnehmen können.
Paulus redet hier aus eigener Erfahrung. Vor seiner Bekehrung dachte er auch, er würde Gottes Wille tun, hat sich sehr streng an die jüdischen Gebote gehalten und hat aber letztlich Gottes Gemeinde verfolgt. Nur weil er in seinem Eifer Gottes Wille nicht mehr erkennen konnte.
Jetzt habe ich wahrscheinlich schon wieder zuviel über die Werke geschrieben. Vergesst das mal wieder. Und schaut nur auf euren Glauben. Es ist unheimlich schwer, Glauben zu messen. Ein Beispiel ist uns hier durch Petrus gegeben. Ständig dachte er, sein Glaube wäre riesig, aber für Krisensituationen hatte er dann oft nicht genug Glauben. Häufig wird erst in den Stürmen des Lebens sichtbar, wie groß der Glaube wirklich ist. Wenn man plötzlich wieder das Vertrauen zu Gott verliert und man wieder alles aus eigener Kraft schaffen will.
So war Abraham nicht.
Denn er (Abraham) zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wusste aufs allergewisseste: Was Gott verheißt, das kann er auch tun.
(Röm. 4,20f.)
Wir Christen wandeln nun in den “Fußstapfen des Glaubens” von Abraham. So wie er an Gottes Verheißung festgehalten hat, dass er Vater vieler Völker werden wird, wollen wir an der Verheißung festhalten, dass wir vor Gott durch Jesus Christus Gerechtigkeit erlangen können. So hat er es uns versprochen, wir dürfen Gottes Kinder sein.
Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.
(Joh. 1,12)
April 10, 2008 um 5:00 Uhr vormittags
Glücklich ohne Jesus is kein Mensch, weil sie noch von Satan erobert sind.
Das eigenwilliges Leben bringt kein Mensch dauerhaftiges Glück.