In Kapitel 4 wird ein Beispiel für einen Mann angeführt, der so gelebt hat, wie es Gott gefallen hat: Abraham. An diesem Beispiel wird eigentlich deutlich, dass es Gott keineswegs darum geht, dass wir möglichst viele Rituale und Traditionen einhalten. Abraham war nämlich nicht beschnitten und ebenso gab es die Gesetze noch nicht, die Mose anvertraut wurden. Auch fand Abraham nicht Gefallen bei Gott, weil er vielen Omas über die Straße geholfen hat oder besonders historisch-kritisch war. Das besondere bei Abraham war, dass er Gott glaubte.

Denn was sagt die Schrift? »Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden.« (1.Mose 15,6)
(Röm. 4,3)

Da stellt sich die Frage: was war das für ein Glaube, den Abraham hatte?

Ich denke, Glaube meint hier nicht nur ein Bekenntnis für Gott. Es lohnt sich, die Geschichte von Abraham (ab 1. Mose 11,27) nochmal zu lesen und darüber nachzudenken, wie Abraham gelebt hat. Er war nicht perfekt, aber er hat Gott geglaubt. Und wenn man Gott glaubt, dann wird man doch auch tun, was er einem sagt, oder? Die Konsequenz des Gehorsams ist meinem Verständnis nach untrennbar mit dem Glaube verknüpft. Wer dem allmächtigen Gott glaubt, der will ihm doch auch gehorchen.

Wer wirklich glaubt, dass Jesus die einzigste Rettung für uns ist, der will doch auch anderen Menschen davon erzählen. Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich dann wieder denke “jaaa, aber viele sind doch auch so irgendwie glücklich, ohne Jesus”. Trotzdem kann es für keinen Menschen etwas besseres geben, als Jesus Christus kennen zu lernen. Das, was Gott mit uns vor hat, übertrifft alles, was wir auf dieser Welt haben können. Trotzdem verlässt mich in vielen Situationen der Glaube daran.

Bei Abraham war das nicht so. Er hat alles umgesetzt, was Gott ihm gesagt hat. Denn er hatte einen felsenfesten Glauben. Wenn der Glaube mit Werken so untrennbar verknüpft ist, warum betont Paulus dann, dass der Glaube so wichtig ist? Nun, ich denke, das hat den Grund, dass aus dem Glaube auch die Werke und der Gehorsam gegenüber Gott entstehen. Aber anders herum nicht. Wenn der Glaube fehlt, dann fehlt alles. Alle Werke, die man dann tut, sind nur Schall und Rauch. Denn man wird Gottes Willen nicht tun. Gottes Stimme wird man ohne Glauben nicht wahrnehmen können.
Paulus redet hier aus eigener Erfahrung. Vor seiner Bekehrung dachte er auch, er würde Gottes Wille tun, hat sich sehr streng an die jüdischen Gebote gehalten und hat aber letztlich Gottes Gemeinde verfolgt. Nur weil er in seinem Eifer Gottes Wille nicht mehr erkennen konnte.

Jetzt habe ich wahrscheinlich schon wieder zuviel über die Werke geschrieben. Vergesst das mal wieder. Und schaut nur auf euren Glauben. Es ist unheimlich schwer, Glauben zu messen. Ein Beispiel ist uns hier durch Petrus gegeben. Ständig dachte er, sein Glaube wäre riesig, aber für Krisensituationen hatte er dann oft nicht genug Glauben. Häufig wird erst in den Stürmen des Lebens sichtbar, wie groß der Glaube wirklich ist. Wenn man plötzlich wieder das Vertrauen zu Gott verliert und man wieder alles aus eigener Kraft schaffen will.

So war Abraham nicht.

Denn er (Abraham) zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wusste aufs allergewisseste: Was Gott verheißt, das kann er auch tun.
(Röm. 4,20f.)

Wir Christen wandeln nun in den “Fußstapfen des Glaubens” von Abraham. So wie er an Gottes Verheißung festgehalten hat, dass er Vater vieler Völker werden wird, wollen wir an der Verheißung festhalten, dass wir vor Gott durch Jesus Christus Gerechtigkeit erlangen können. So hat er es uns versprochen, wir dürfen Gottes Kinder sein.

Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.
(Joh. 1,12)


  1. Josef Sefton

    Glücklich ohne Jesus is kein Mensch, weil sie noch von Satan erobert sind.

    Das eigenwilliges Leben bringt kein Mensch dauerhaftiges Glück.

  2. Hartmut Slomski

    Woher willst Du wissen, ob er beschnitten war oder nicht?
    Und war dieser Abraham nicht einer, der sogar seinen eigenen Sohn abschlachten wollte, weil er sich einbildete, Stimmen gehört zu haben, sein Gott habe zu ihm gesprochen, habe dies von ihm verlangt? (Dafür würde er doch heute in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie landen!).

  3. Josef Sefton

    Sehnsucht nach Frieden mit Gott.

    Jesus Christus wird nicht zurückkommen, sagten die Mehrzahl der Menschen.
    Jetzt sind wir allein. Jetzt können wir nur den Tanz der Sterne abends genießen.
    Der Sohn Gottes blieb im Himmel und manchmal weinte über das, was er auf der Erde sah.
    Einige Menschen schwiegen, Denn sie hatten keine Worte mehr; weil die Jahre der Enttäuschung flogen nicht hin.
    Einige bissen die Zähne zusammen und machten sich weiter. Wir sind allein. Gott ist tot. Wir müssen alles allein machen. Dann ein Mensch sprach, der niemand zuvor gesehen hat. Sein Deutsch war schwach aber bald hatte er ihre Ohren.

    Jesus liebt dich. Liebe und Freude gibt er zu allen die Ihm Gehorsam sind. Warum habt ihr dem Lamm Gottes nicht Tag für Tag vertraut? fragte er die Menschen; die noch geblieben sind.

    Dürfen wir zu Gott noch zurückkommen? fragten ein paar Neugierige. Nach einem ausführlich Gespräch begannen einige zu weinen, Denn endlich erkannten sie, was sie verspielt hatten. überwinden kann man deinen Feind Gottes, Satan, nicht ohne die Liebe Christi.

    Doch mit Gottes Liebe kann man über die Berge des Zweifels springen ins Haus des Glaubens.
    Fang mal an; Denn bereit bist du über jene Hügel der Unhöflichkeit zu hüpfen und mit der Gnade Gottes zurückschauen wirst du nie wieder.
    Lass euch Gottes Stimme hören; Denn Deine Stimme ist süß und sein Charakter anmutig.
    Weinende Freunde, Gottes Liebe ist eine gütige Liebe und seine Gabe der rettenden Liebe steht ihnen noch offen.
    Setzen sie eure Hoffnung auf Jesus Christus; Denn er ist die Brücke der Segnung zwischen Mann und Gott. Sei Ihm dankbar für sein erlösendes Werk am Kreuz und die Freude Gottes wird bald ausbrechen in deinem Herz, wenn deine
    Busse Gott ehrend aufrichtig ist.

  4. Josef Sefton

    überwinden kann man den Feind Gottes, Satan, nicht ohne die Liebe Christi.

  5. Robert

    @Hartmut Slomski

    entschuldigung aber Zeit von heute “die ja so entwickelt ist”
    (Zeitgeist) is noch krankhafter als die Zeit von damals.

    Und wer nicht zuhören kann was das Problem heute ist. Hat eigentlich auch nicht zu melden.