Was ist Religion?

Mit der Frage werde ich mich mal genauer auseinander setzen müssen. Nicht nur Atheisten, sondern auch Theologen wie Barth und Bonhoeffer prägen einen negativen Religionsbegriff und ich habe auch schon an anderen Stellen gehört, dass Christentum keine Religion im eigentlichen Sinne ist. Bisher ist Religion bei mir wertneutral besetzt, habe mir aber nie Gedanken über eine genauere Definition des Begriffes gemacht und es einfach so hingenommen, dass das Christentum eine Religion ist. Bei Wikipedia lese ich gerade, dass wohl über hundert Definitionen des Begriffs exisitieren. Hrmpf, das macht die Sache nicht gerade einfacher.

Bei Schmidt-Salomon (siehe vorheriger Artikel) habe ich folgende Aussage zum Religionsbegriff und zu der aus seiner Sicht schädlichen Folge der Religion gefunden:

Solange Menschen glauben, es gäbe “heilige”, d.h. für alle Zeiten unantastbare Aussagen, solange unterstellt wird, dass gewisse geistige oder gar politische Führer einen privilegierten Zugang zu diesen ewigen Wahrheiten haben (das Grundwesen jeder Religion!), wird sich die Menschheit kaum in Richtung einer größeren Humanität, Offenheit und Toleranz verändern können.
Quelle: www.schmidt-salomon.de

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Religiöse Atheisten

Auf der Homepage von Dr. Michael Schmidt-Salomon habe ich ein paar interessante Überlegungen gefunden. Dabei fiel Schmidt-Salomon kürzlich durch ein Kinderbuch auf, welches Vertreter der drei großen monotheistischen Weltreligionen stigmatisiert.
Schon vernünftiger klingt alles, wenn man sich mal auf seiner Homepage umschaut. Wie dann so ein Kinderbuch zustande kommt, ist mir rätselhaft. Aber jeder greift halt mal ins Klo …
Gefallen hat mir jedenfalls diese Einsicht, auf deren Grundlage man mit vielen Atheisten eine wesentlich angenehmere Debatte führen könnte:
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