Es erfüllt mich mit Scham, wenn ich sehe, wie manche, die sich “Christen” nennen, über homosexuelle Mitmenschen herziehen. Das hätte Jesus bestimmt nicht getan und er hätte sich gegen eine Ausgrenzung eingesetzt. Er hat die Menschen geliebt und sich um die Ausgegrenzten sogar besonders gekümmert.
Bei Gott sind alle Menschen willkommen und es ist unsere Pflicht, diese Botschaft an die Menschen weiterzugeben.

Trotzdem hat Jesus auch immer deutliche Worte gefunden, wenn etwas passiert ist, das nicht im Sinne Gottes ist. Jesus hat immer sehr genau zwischen dem Sünder und der Sünde unterschieden. Die Sünder hat er geliebt, aber die Sünde hat er scharf verurteilt. Jesus hat gezeigt, wie es geht und fordert uns dazu auf, ihm nachzueifern.

Nun bin ich nicht in der Position, um von oben herab zu beurteilen, wer richtig und wer falsch handelt. Nur weil ich nicht schwul bin, bin ich nichts besseres. Was ich schreibe, ist als Ratschlag unter Gleichen zu verstehen. Von Sünder zu Sünder.

Irgendwie ist klar, dass Homosexualität nicht im Sinne Gottes ist. Wenn man eine Idee davon haben möchte, was Gott mit uns vor gehabt hat, dann muss man ganz an den Anfang zurück schauen, in den Garten Eden. Und da kann man sehen, dass die Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau etwas besonderes und heiliges ist. Und Homosexualität ist etwas, das im Widerspruch dazu steht.

Es ist auch für mich schwer zu verstehen, warum Homosexualität Sünde sein soll. Schließlich gibt es ja kein Opfer. Niemand hat einen Nachteil davon, oder?
Ich denke, es ist so, dass die Betroffenen selbst die Opfer sind. Denn alle Sünde trennt uns von Gott. Und das ist etwas, das die Homosexuellen selbst beantworten müssen: trennt mich meine sexuelle Neigung von Gott? Oder bleibt meine Beziehung zu ihm dadurch unberührt?

Ich habe da soviel Vertrauen in die Bibel, um zu sagen, dass man sich durch Homosexualität definitiv ein Stückchen von Gott entfernt. Und wenn das so ist, dann lohnt es sich, dagegen anzukämpfen. Denn es gibt nichts besseres und schöneres, als ganz nah bei Gott zu sein.
Es kann gut sein, dass jemand nicht merkt, dass die Beziehung zu Gott belastet wird. Der sollte sich nicht durch von aussen unter Druck setzen lassen, sondern für Erkenntnis beten. Und Gott wird die richtige Antwort zur richtigen Zeit geben.


  1. Interessante Diskussion zwischen Volker Beck (Die Grünen) und Ulrich Parzany (ProChrist):
    http://www.idea.de/index.php?id=355&tx_ttnews%5Btt_news%5D=62100&tx_ttnews%5BbackPid%5D=18&cHash=a1b36e1f88

  2. Ja schon aber Sünde bleibt Sünde.

  3. Bin zufällig auf diesen Blog gekommen und möcht zu diesem Beitrag kurz Stellung nehmen:

    Die Bibel selbst steckt voller Fehler. Sie stellt keine Grundlage dar, seinen Glauben an Gott zu manifestieren. Religionen sind generell eine Erfindung der Menschen.

    Tut mir leid, aber für mich hat sich die Kirche durch deren Homophobie und Hetze gegenüber andersdenkenden einfach selbst disqualifiziert und jedewede Glaubwürdigkeit verloren. Es scheint fast so, dass es sich die Kirchenvertreter zum Hauptberuf gemacht zu haben, gegen Homosexualität und das Streben dieser Menschen nach Gleichberechtigung und Akzeptanz, zu kämpfen. Allein das widerspricht schon dem Grundgedanken, der prinzipiell dem christlichen Glauben zugrunde liegen sollte.

    Um noch mal kurz auf die Bibel zurück zu kommen:
    Wie viele Kapitel behandeln Homosexualität als Sünde und wie viele beziehen sich auf heterosexuelle Sünden? Ginge es danach, stellt Homosexualität die geringere Sünde dar…

  4. Danke für die Kommentare.

    Oliver, von welcher Kirche redest du? Die katholische Kirche, die orthodoxe Kirche, die evangelische Kirche Deutschland? Oder meinst du mit Kirche die “Gemeinschaft aller Gläubigen”?

    Es scheint fast so, dass es sich die Kirchenvertreter zum Hauptberuf gemacht zu haben, gegen Homosexualität und das Streben dieser Menschen nach Gleichberechtigung und Akzeptanz, zu kämpfen.

    Wenn dieser Eindruck entsteht, dann ist das natürlich traurig. Ich kann viele Äusserungen auch nicht nachvollziehen. Da fällt mir dieser Spruch ein: “Wer seinen Bruder hasst, der ist ein Totschläger.” (1. Johannes 3,15a)

    Manchmal werden ein paar Aussagen aber auch richtig dramatisiert, bis ein vernünftiger Dialog nicht mehr möglich ist. So wie das z.B. beim Christival passiert ist.

    Um noch mal kurz auf die Bibel zurück zu kommen:
    Wie viele Kapitel behandeln Homosexualität als Sünde und wie viele beziehen sich auf heterosexuelle Sünden? Ginge es danach, stellt Homosexualität die geringere Sünde dar…

    So wie ich das sehe, kommt es keineswegs auf die Größe einer Sünde an. Jede einzelne Sünde ist groß genug, dass sie uns ins Verderben stürzt, aber keine ist so groß, dass wir nicht von ihr erlöst werden könnten (Ausname: Lästerung des Heiligen Geistes).

    Und da kann ich die Frage, ob ausgelebte Homosexualität eine Sünde darstellt, eigentlich ganz entspannt angehen. Mich betrifft es sowieso nicht und ich bin nicht in der Position, um über andere Menschen zu richten.
    Trotzdem bin ich gegen eine “Homo-Ehe” und ich hoffe, dass man diese Position vertreten darf, ohne gleich mit dem Vorwurf konfrontiert zu werden, diese Menschen diskriminieren zu wollen.

    Die Bibel selbst steckt voller Fehler. Sie stellt keine Grundlage dar, seinen Glauben an Gott zu manifestieren. Religionen sind generell eine Erfindung der Menschen.

    Meine Erfahrung ist, dass man sich auf die Bibel völlig verlassen kann und sie für jeden Menschen die wichtigste Botschaft überhaupt beinhaltet.

  5. @ Philip:

    Wenn ich von Kirche spreche, spreche ich hauptsächlich von Religionen, die in Mitteleuropa ansässig sein und hier haben relativ viele Kirchen ähnliche Ansichten, wonach Homosexualität “böse” ist und eine Homo-Ehe nicht sein darf.

    Klar, ich gestehe dir deine Meinung zu, aber ich kann sie nicht nachvollziehen, denn:
    Wenn jemand die RECHTLICHE Ehe schließen möchte, tut er/sie das am Standesamt. Möcht das Paar die Ehe auch vor Gott schließen, erfolgt dies in der Kirche. Letzteres wird durch Einführung der Homo-Ehe in keinster Weise angerührt. Es geht rein darum, dass homosexuelle PartnerInnenschaften die gleichen Rechte (und natürlich auch Pflichten) wie heterosexuelle Paare bekommen.

    Es geht um nichts anderes. Die Institution Ehe zw. Mann und Frau wird in keinster Weise angegriffen.

    Das Verhalten der Kirchenvertreter ist für mich letztendlich der Skandal schlechthin, wenn vom Untergang der Gesellschaft gesprochen wird, wenn “Homo-Paare” Kinder adoptieren oder Ehe am Standesamt schließen. Das ist die “Frechheit”. Gerade Geistliche sollten die Weitsicht haben, nicht über andere zu richten. Hat das nicht Gott sie gelehrt? Genau jenes Sichtweise lassen sie vermissen und das finde ich einfach nur traurig an der ganzen Diskussion.

    Die Religionen sollen sich aus der Politik raushalten und die PolitikerInnen sollen die Entscheidung treffen, was für die BürgerInnen, für die Gesellschaft gut ist. Und letztendlich ist es das, dass homosexuelle PartnerInnen die gleichen Rechte bekommen.

  6. PS: Sorry für die Tippfehler, die mir passiert sind. ;-)

  7. Also ich persönlich bin dafür, dass eine homosexuelle Partnerschaft wie eine heterosexuelle Partnerschaft anerkannt wird, sowohl gesetzlich, als auch gesellschaftlich.

    Aber eine Ehe ist für mich einfach etwas ganz anderes.

    Ich könnte auch einsehen, wenn man bessere Regelungen z.B. bezüglich Erbrecht und Zeungnisverweigerungsrecht schaffen würde, aber den Status einer Ehe sollte man meiner Ansicht nach nicht vergeben, weil es einfach nicht das selbe ist. Die Ehe ist eine Lebensgemeinschaft, die zu Recht privilegiert ist.
    Momentan haben wir eine Ungleichbehandlung von Ungleichem. Und somit keine Diskrimminierung. Alle haben das gleiche Recht, einen Partner vom anderen Geschlecht zu heiraten,

  8. Ungleichbehandlung von Ungleichem ist absolut falsch! Homosexuelle Menschen sind Menschen die nicht der vermeintlichen heterosexuellen Normativität entsprechen. Diese ist aber rein gesellschaftlich konstruiert.

    6 bis 10 % der Bevölkerung erhalten nicht die gleichen Rechte und Pflichten, wenn sie eine dauerhafte Beziehung zu einem anderen Menschen eingehen wollen und diese vor dem Gesetz anerkennen lassen möchten. Das ist Diskriminierung. Nur weil diese Menschen einen Menschen des gleichen Geschlechts lieben, sollen sie nicht die gleichen Schutzpflichten des Staates genießen?

    Es geht letztendlich nicht um den Begriff Ehe. Wenn sich Religionsvertreter daran stoßen, soll eben ein anderer Begriff gewählt werden, es müssen nur die gleichen Rechte und Pflichten mit der Eintragung dieser LebenspartnerInnenschaft verbunden sein. Erst dann wird die Diskriminierung beendet…