Nach islamistischem Verständnis ist eine bewusste Täuschung keine Lüge. Lügen sind im Kampf gegen “Ungläubige” zwar auch erlaubt, aber als sicherer Weg gilt die Täuschung. Die “Ungläubigen” werden dabei bewusst in die Irre geführt, ohne dass man das Gegenteil von dem behaupten muss, was man wirklich denkt.
Es ist eigentlich erstaunlich, wie dumm-dämlich wir uns da reinlegen lassen. Deshalb hier mal ein paar ein paar Übersetzungshilfen.

Was er sagt Was wir verstehen Was er meint
Ich verurteile es, wenn unschuldige Menschen getötet werden. Er verurteilt Anschläge auf Zivilisten. Es ist zu verurteilen, wenn gläubige Muslime getötet werden. (Ungläubige sind schuldig)
Ich verurteile Selbstmordanschläge. Er verurteilt alle Anschläge, bei denen sich der Attentäter seinen Tod aus eigenem Antrieb herbeiführt (Anschläge vom 11. September, Anschläge in Israel, usw.). Die Attentäter sind keine Selbstmörder, sondern Märtyrer, die im Kampf getötet werden.
Ich lebe in Deutschland und respektiere das Grundgesetz. Er teilt (im Großen und Ganzen) die Wertvorstellungen unserer Gesellschaft. Er versucht (aus taktischem Kalkül), mit dem Grundgesetz nicht in Konflikt zu kommen, so lange, bis er seine islamistischen Wertvorstellungen druchsetzen kann.
Es gibt keinen Zwang im Glauben. Er ist für Religionsfreiheit. Man kann niemand zwingen, den Glauben anzunehmen. (Unter Druck setzen oder töten darf man sehr wohl.)
Islam heißt Frieden. Der Islam will hier und jetzt Frieden mit Andersgläubigen. Wenn alle Menschen den Islam angenommen haben, dann wird es Frieden geben. Vorher nicht.

Hat jemand noch ein paar Ergänzungen?


  1. Ein wenig hetzerisch, oder?
    Auch wenn mit “islamistisch” tituliert, so werden doch Anhänger des Islams mit friedlichen Absichten diffamiert. Grundsätzlich plädiere ich gegen solche plumpen Ausspielungen …

  2. Hallo schwindelfrei,

    danke für deinen Kommentar. Ich gebe zu, der Beitrag ist schon etwas provokant, aber wie kommst du auf “hetzerisch”?
    Ich habe in den Text jetzt auch mal das “ismus” eingebaut. Ist es so besser?

    Für mich es es in der Tat schwierig, zuverlässig zwischen Islamisten und “Anhänger des Islam mit friedlichen Absichten” zu unterscheiden, weil sie eben eine sehr ähnliche Rhetorik aufweisen. Und für die “Anhänger des Islam mit friedlichen Absichten” sollte es ja kein Problem sein, sich unmissverständlicher auszudrücken. Das ist eigentlich auch mein Anliegen bei der Sache.

  3. @ Philip

    Dein Anliegen ist verständlich. Ich wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass solche nicht gewollten Missverständnisse schon häufig Anlass für Zank und Streit waren …

  4. Gerade das will ich ja mit meinem Artikel erreichen, dass die Missverständnisse aufgeklärt werden. Und falls doch noch welche da sind, können wir sie in der Diskussion ja noch ausräumen.

    Zank und Streit wird es hoffentlich nicht geben und wenn doch, dann bin ich ja jederzeit zur Aussprache und Versöhnung bereit. Ich will einfach nur ehrlich und offen meine Meinung sagen, ohne Hass zu säen. Es muss möglich sein, das eine von dem anderen zu trennen. Dass meine Worte manchen überhaupt nicht in den Kram passen, ist mir schon klar, aber damit muss ich leben.

    Meine Vermutung ist ja sowieso, dass die Muslime dieses Thema einfach ignorieren werden. Eine vernünftige Antwort auf die Frage, wie sich das denn im Islam nun wirklich mit dem Täuschen von “Ungläubigen” verhält, habe ich noch nie bekommen. Da wird dann immer ausgewichen und abgelenkt. Schade eigentlich und ehrlich gesagt stimmt mich das auch bedenklich.

  5. Es gibt keinen unpolitischen Islam. Die Verknüpfung mit der Systemfrage ist im Islam notwendig gegeben – d.h. eine Trennung von Staat und Kirche, wie wir sie gutheißen und fördern wollen, kann es für Moslems streng genommen nicht geben. Daraus folgt unweigerlich das Streben nach einer veränderten Staatsform. Dass säkularisierte und gemäßigte Moslems das anders sehen und auch anders leben, ist fein, entspricht aber eben nicht dem Koran und seinen Absichten. Wenn wir also die Schriften einer Religion ernst nehmen, dann kommen wir zu der Schlussfolgerung, dass Islam und Demokratie sich im Tiefsten nicht verstehen KÖNNEN! Was daraus folgt? Das muss offen – auch mit Moslems – diskutiert werden. Das geht aber nur mit offenem Visier und genau das vermisse ich im Dialog auf islamischer Seite…

  6. Hartmut Slomski

    Gibt es denn etwa ein unoilitisches Christentum? In der Bundesrepublik Deutschland doch wohl bestimmt nicht! Dies zeigt sich doch bereits daran, daß dieser Staat für die Kirchen von deren Mitgliedern Geld in Form von Kirchensteuern eintreibt!
    Warum das denn? Vereine, Gewerkschaften und politische Parteien müssen sich doch auch selbst darum kümmern wie sie von ihren Mitgliedern Geld bekommen!
    Und anhand der Lohnsteuerkarte ist doch jedem Arbeitgeber ersichtlich welcher Arbeitnehmer Mitglied einer Kirche, und, wenn ja, welcher ist. Wo bleibt da die Privatssphäre? Und es werden doch dadurch Arbeitnehmer davon abgehalten aus der Kirche auszutreten, nämlich weil sie dadurch berufliche Nachteile befürchtgen.
    Und schließlich ist es doch in keinem Verein, in keiner Gewerkschaft und auch in keiner Partei möglich, daß dort jemand gleich nach der Geburt Mitglied wird, nur weil die Eltern es so wollen. Doch in den Kirchen geschieht dies mit der Taufe!
    Und was ist mit dem Religionsunterricht an öffentlichen Schulen? Dort gibt es doch schließlich auch keinen Partei- oder Gewerkschaftsunterricht für die Kinder von deren Mitgliedern!
    Und wenn es um irgendwelche Rechtsstreitigkeiten mit den Kirchen oder deren Institutionen (z.B. Caritas oder Diakonie) geht, so bedient man sich doch dort der Willkür und Rechtsbeugung mit Hilfe intriganter Anwälte und korrupter Richter zwecks Befriedigung klerikaler kapitalistischer Habgier!

  7. Find den Beitrag gut. Mit Leuten die nicht zuhören wollen kann man nicht reden das gilt aber auch auf der Seite der Christen
    Beim Islam finde ich keinen Erlöser (die Botschaft von Jesus Christus das Beste überhaupt was im Christentum gibt) der was für die Menschen getan hat deshalb bleibt der Islam tot, eine Vermischung von Christentum, Judentum usw.
    Möcht hier nicht die arabische Welt für “tot” erklären.

  8. foen

    Welchen Erlöser findest du im Christentum der was für die Menschheit getan hat? Ich kann nichts erkennen was von bestand wäre. Nur weil einer angeblich am Kreuz gestorben ist heißt das noch lange nicht, dass er etwas für uns getan hat. Weil was wäre das genau?

    Ich fände es überzeugender wenn er was getan hätte was man auch heute und vor allem zu Lebzeiten erfahren kann.

  9. Jesus ist für unsere Sünden gestorben, damit wir wieder mit Gott versöhnt werden.
    Das kann man auch erfahren. Aber du willst ja keine spirituellen Erfahrungen machen, oder?

  10. foen

    Was ich nicht verstehe ist warum Jesus für unsere Sünden sterben muss. Welche total abnorme Logik steckt hinter diesem der Sohn muss sterben, damit unsere Sünden vergeben werden. Und der Vater findet das auch noch gut, ziemlich seltsames Verhalten! Weshalb braucht Gott überhaupt ein Menschenopfer damit er wieder versöhnt ist? Wenn er so gütig wäre könnte er uns doch einfach vergeben ohne seinen Sohn zu quälen. Das hat wirklich nix mit Spiritualität zu tun.