Mein letzter Artikel war auch schon so konfus geschrieben und in diesem Stil geht es jetzt hier weiter. Ich schreibe einfach ein paar Gedanken auf, die mich in den letzten Tagen und Wochen so beschäftigen.

Auf der theolounge habe ich einen interessanten Artikel von achti gelesen, der sich mit der Frage beschäftigte, wie man als Christ identifizierbar sein soll und kommt zu dem Schluss, dass die Liebe das entscheidende Erkennungsmerkmal ist, wie auch Jesus schon gesagt hat:

Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. (Joh 13,35)

In der heutigen Christenheit ist dieses Merkmal leider verloren gegangen. Liebe ist da, zweifellos. Aber sie wird auch durch lieblose Handlungen verstellt. Mit großer Sorge betrachte ich die Entwicklung in den USA, wo Gottes Name schnell mal dazu missbraucht wird, um einen Krieg zu rechtfertigen. Never ever würde ich dort die Republikaner wählen. Die Kriege sind schon Grund genug, aber außerdem tun sie auch nichts, um die Lebensgrundlage der armen Menschen im eigenen Land zu verbessern. Wie kann man so handeln und gleichzeitig behaupten, Gottes Willen ernst zu nehmen? Die Aufforderung, sich um die Armen und Schwachen zu kümmern, zieht sich durch die ganze Bibel und kann kaum übersehen werden.

Da bin ich schon froh, dass meine Kirche, die EKD, gegen Armut und für Gerechtigkeit eintritt und auch viele soziale Projekte am Laufen hat. Hier vermisse ich allerdings den missionarischen Eifer, denn die Verkündigung von Gottes Wort sollte mit sozialem Engagement Hand in Hand gehen. Glaube muss offen gelebt werden und sollte nicht versteckt werden. Denn wie sollte jemand sonst hinter all dem Guten, was man tut, Gott erkennen können?

Die Armut in Deutschland wächst und es reicht nicht, Forderungen an den Staat zu stellen, dass er eingreifen muss. Ich fürchte, dem Staat fehlen hierfür langsam aber sicher auch die finanziellen Möglichkeiten. Stattdessen stellt Gott seine Forderungen direkt an die Reichen, sie sollen etwas von ihrem Reichtum zurückgeben. Und natürlich sind alle Christen gefordert, da sie die einzigen sind, die Gottes Willen ernst nehmen. Es sollte mehr christliche Organisationen und Projekte geben, die sich gegen die wachsende Armut einsetzen. Was bisher in diesem Bereich vorhanden ist, ist sicher gut, aber noch nicht genug. Es könnte mehr geleistet werden, wenn alle mithelfen.
Die Kirchen haben sich zu einem großen Teil in die Mittelschicht zurückgezogen. In das Arbeitslosenmilieu dringt das Evangelium kaum noch vor und das muss sich wieder ändern. Ich denke, das Schlimmste für einen Arbeitslosen ist nicht das Gefühl, nicht gebraucht zu werden, sondern die Perspektivlosigkeit, in der man sich befindet, dass man nicht mal eine Chance hat, einen Arbeitsplatz zu bekommen. Die Arbeitslosen könnten viel für die Gesellschaft bewegen, aber wegen fehlender Perspektive und Hoffnung sind sie wie gelähmt und vergeuden ihre Lebenszeit mit belanglosen Dingen. Da sehe ich wirklich die Möglichkeit, eine große, positive Kraft zu entfesseln.


  1. Josef Sefton

    Die Gitarren der Popsänger sind schon lange Zeit verstummt.
    Doch jedes Leben zählt. Jedes ehrliches Gebet zu Gott zählt. Die Gleichgütigkeit wächst stärker denn je bis fast Keinen kümmert. Wir sehen immer noch wie Kinder hungern. Wir sehen die aufgedunsenen Bäuche.
    Wir starren tief in die traurigen Augen der vergreisten Gesichter der Kinder. Wir beobachten wie sie sterben. Furchtbar, sagen wir, wenn wir etwas zum Ausdruck bringen können. Wir sehen dieses unendliche Leid Gottes
    Schöpfung. Wir fühlen uns irgendwie schuldig und können bald nicht mehr hinschauen; denn uns geht es im Vergleich zu diesem Elend ganz gut.
    Möchtest du nicht sagen wie sehr du dich Gott liebst?
    Möchtest du nicht sein Wort umarmen und küssen?
    Innerhalb einer Woche haben wir fast vergessen was wir nie vergessen sollten. Wir leben weiter als ob das Kindersterben existiert nicht.
    Heute müssen wir alle ganz tief schätzen; denn der Morgen ist niemanden versprochen, weder jung noch alt, Christ oder nicht Christ.
    Gott hat nicht die Misere der Kinder vergessen. Warum willst du die Misere der Kinder vergessen? Doch das Wimmern der Hungerkinder hat nicht aufgehört.
    Vergessen oder nie gelernt haben viele die Worte: „Kann ich etwas für dich tun?“ Vergessen oder nie gelernt haben viele dass der heutige Tag uns gegeben ist
    um unter anderem nach Gott zu suchen.
    Warte nicht bis auf morgen Christus als Hirt deiner Seele zu ehren. Tue es heute.
    Halte sein Wort heute ganz fest in deinem Herze und flüstere Christus ins Ohr wie sehr du Ihn liebst.
    Nimm dir die Zeit zu sagen lieber Jesus Christus sei mein intimster Freund so dass wir zusammen gegen Übel fechten können.
    Ehre Gott mit ganzem Herze und dann kannst du seh’n all die Leute die am Verhungern sind.
    Geht es dir immer nicht nah, kümmert es dich immer noch nicht?
    Herr, wir brauchen deine Hilfe aufzuwecken sonst bleiben die Gitarren unseres Herzes stumm.
    Ps. 127,3 Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN, und Leibesfrucht ist ein Geschenk.
    Eph 6,14…Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist.

  2. Valentin

    Bin im Sommer in Kenia bei einem Missionseinsatz in Kenia gewesen, war ein sehr interessantes und wichtiges Ereignis in meinem Leben…

    http://gedankenzumleben.wordpress.com/2008/11/08/einsatz-in-kenia/

    Schönen Gruß aus Pforzheim…
    Valentin

  3. Danke, schönes Video. :-)