Mein Blog existiert auf den Tag genau seit einem Jahr. Und ich will den Anlass nutzen, um mal ein Thema rund um meinen Blog loszuwerden. Die Benutzerzahlen sind nicht gerade explodiert und mein Blog ist jetzt wohl nicht das Nonplusultra gewesen, auf das die Welt nur gewartet hat. Aber im Durchschnitt habe ich etwa 40 Seitenaufrufe pro Tag und das zeigt mir, dass doch Interesse da ist, meine geistigen Ergüsse zu lesen. Wenn man dann auf der anderen Seite mal schaut, was bei WordPress so die angesagtesten Blogbeiträge sind, dann kann ich manchmal nur den Kopf schütteln, über das, was manche Leute so umtreibt. Vielleicht sollte ich mir griffigere Titel ausdenken. So etwas wie „UUUUAAARRGHH! WIE PEINLICH!!!!!!!!!!!!!!!!!!1″ würde vielleicht mehr Besucher auf meinen Blog locken.
Ich hatte mir vorgenommen, durchschnittlich zwei Beiträge pro Woche zu schreiben. Das ist jetzt mein 100ster Beitrag und somit habe ich dieses Ziel knapp verfehlt. Aber ich bin damit trotzdem recht zufrieden, wenn man mal von ein paar kreativen Löchern absieht, die manchmal mehrere Wochen angedauert haben.
Das Wichtigste aber an meinem Zwischenfazit ist wohl, dass ich einige liebe und nette Menschen kennengelernt habe, die mich ermutigen, mich trösten und mich unterstützen. Vielen Dank dafür. Und natürlich habe ich auch ein paar nicht ganz so nette Menschen kennen gelernt. Aber ja, ich würde jederzeit sagen, dass mir die Sache ein klarer Gewinn war.
Was mich dann doch etwas überrascht hat, dass ich positives Feedback ausschließlich von anderen Christen erhalten habe (falls ich jemand Unrecht getan habe, bitte melden). Das Feedback von Nichtchristen war großteils negativ, bestenfalls neutral. Vielleicht auch deshalb, weil ich ein paar Themen angeschnitten habe, die diese Dawkins-Jünger und antireligiösen Fanatiker angelockt haben. Aber ich frage mich inzwischen, ob es geistliche Themen gibt, mit denen man die große, uninteressierte Masse ansprechen könnte. Zumindest scheine ich im vergangenen Jahr keines gefunden zu haben!
Ich glaube, man kann merken, dass ich mich auch selbst verändert habe. Wenn man die Beiträge vor einem Jahr und meine Beiträge heute anschaut, dann weiß ich, dass ich immer noch viel zu lernen habe und noch einen großen Weg der Veränderung vor mir habe, aber ich habe in mir das Gefühl, dass mein Glaube ein Stück reifer geworden ist.
Leider wurde auch ein Stück weit mein Eifer gebrochen. Während ich anfangs wirklich noch missionarischen Ehrgeiz hatte und Nichtchristen für Jesus begeistern wollte, hat sich das in der Zwischenzeit geändert. Es ist nicht mehr mein Hauptanliegen. Meine Artikel richten sich zum größten Teil an Christen, da die ja auch meine Stammleserschaft bilden. Aber es bleibt natürlich eines meiner Anliegen, das Internet als Werkzeug zur Mission einzusetzen, aber ich habe gemerkt, dass ich da vielleicht andere Wege suchen muss, als einen Blog. Ja, und das Internet kann eben nicht den Auftrag ersetzen, zu allen Menschen zu gehen. Das Internet kann nur eine unterstützende Wirkung haben.
Ich muss ich sagen, bloggen liegt mir schon irgendwie. Es kommt meinem chaotischen Charakter entgegen, Gedanken einfach semantisch unsortiert loszuwerden, wie sie einem in den Kopf kommen. Die chronologische Ordnung hat natürlich auch Nachteile, es fehlt einfach der Überblick. Aber sie hat den Vorteil, dass sie den Verwaltungsaufwand reduziert und es ist interessant, um im Nachhinein auch Veränderungen zu erkennen. Was ich vor einem Jahr geschrieben habe, würde ich heute vielleicht nicht mehr so schreiben, aber der damalige Gedankengang bleibt erhalten und kann gegebenenfalls nachgelesen werden.
Zuerst wollte ich schreiben „Mein Blog feiert seinen ersten Geburtstag“, aber dann war mir dieser Ausdruck doch zu personifiziert und ich muss sagen, dass ich mit meinem Blog nie so eine richtig enge Bindung geschlossen habe. Ich weiß nicht, ob er noch ein weiteres Jahr existieren wird, irgendwie habe ich ständig das Verlangen, meine Internetpräsenz zu verändern. Aber ich werde sicher in der einen oder anderen Form erhalten bleiben und es wird eher größer, als kleiner werden.
Vielen Dank an alle meine Leser!
Philip
Und dann noch einen Extra-Kommentar an einen besonderen Blogbesucher:
Lieber Hartmut Slomski,
Du kannst Dir die Mühe sparen, ständig Kommentare unter falschem Namen zu schreiben. Ich werde sie nicht veröffentlichen. Ein anderer Name macht Deine Provokationen, Beleidigungen, Mordaufrufe, o.ä. nicht lesenswerter. Mit einer Ausnahme wohl, die ich mal durchgehen hab’ lassen. Aber ich bin nicht so doof, dass ich nicht merke, wenn Du das bist.
Ich würde gerne mal mit dem verletzten Menschen reden, der hinter dieser Fassade sitzt, aber glaube, dass Du daran kein Interesse hast und so kümmere ich mich lieber um die Menschen, bei denen ich die Hoffnung habe, ihnen weiterhelfen zu können.
Gruß, Philip
November 25, 2008 at 7:31
Alles Liebe zum ersten Blog-Geburtstag Philip! Ich habe Dein Blog erst recht spät gefunden, aber es ist meine tägliche anlaufstelle geworden! Danke für Deine Arbeit und Mühe.
Was das Blog als missionarisches Mittel angeht, so bitte ich dich nicht aufzugeben! Ich bin auch immer wieder niedergeschlagen, wenn die einzigen Kommentare von Nichtchristen negativ oder sogar beleidigend sind. Aber ich denke der Herr gibt Segen wie er es für richtig hält und vielleicht erfährst Du eines Tages wieviele Menschen den entscheidenden Impuls über Deine Site erhalten haben.
Das persönliche Gespräch kann niemand ersetzen, da hast Du recht. Aber der Same muss irgendwie gesät werden und man muss da sein, wo die Menschen sind. Und die halten sich halt immer mehr im Internet auf.
Der Herr segne Dich und gebe Dir Kraft die richtigen Entscheidungen zu treffen – sein Wille geschehe!
Was den lieben Hartmut betrifft
– jo den kenne ich auch (das halbe Internet tut das – gib den Namen mal in Google ein)
. Ich bete dafür, dass der Herr seinen Geist und sein Herz erhelle, damit er erkennt, das der Herr lebt.
In diesem Sinne noch viel Spaß für das zweite Jahr mit einem der schönsten Blogs die ich kenne!
November 25, 2008 at 3:54
Herzlichen Glückwunsch!
November 25, 2008 at 7:23
Hi Philip,
komme auch immer gerne bei dir vorbei und freue mich über unseren Austausch!
Segen
November 26, 2008 at 2:40
Hi Philip,
lese Deinen Blog nocht nicht ganz so lange, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich Deine Geduld mit einigen schwierigeren Zeitgenossen zutiefst bewundere. Ebenso wie Deine Offenheit und Ehrlichkeit und Dein spürbarer Wille, von Jesus zu erzählen! Thumbs up! Weiter so!
November 26, 2008 at 7:42
Lieber Philip,
nachträglich alles Gute zu Deinem Blog-Geburtstag
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Deine Blog-Beiträge sind immer sehr lesenswert und ein schönes Zeugnis der Liebe Gottes.
Alles Gute weiterhin!
Stefan
Dezember 10, 2008 at 12:13
Hallo Philipp,
ja so Jahrestage sind ja nicht schlecht, um mal Rückschau zu halten.
Ich würd sicher auch einige Beiträge heute anders schreiben, als vor einem Jahr – aber es ist ja auch spannend, seine eigene Entwicklung noch mal nachvollziehen zu können.
Also ich hoffe mal, das Du fleißig dabei bleibst beim Bloggen
und bin gespannt, was Du für Ideen hast, wie Du noch mehr Präzens im Netz haben könntest
Liebe Grüße
Torelynn