Noch ein interessanter Artikel, aus dem ich einen Teil zitieren möchte:
Es wird schnell deutlich, daß der Begriff “Sekte” tückisch ist. Sachgemäßer wäre es, von “Sondergemeinschaft”, Religionsgemeinschaft oder – falls nötig – von “konfliktträchtigen Gruppen” zu sprechen. Man muß jedoch sehen, daß sich die Umgangssprache nicht reglementieren läßt: Der Sektenbegriff ist derart griffig und beliebt, daß er sich kaum verdrängen läßt. Ein Kompromiß könnte darin liegen, daß man den Begriff ,,Sekte” mehr unter dem Aspekt der Entwicklung sieht: Denn Gruppen und Gemeinschaften können ,,versekten” und auch ,,entsekten”. Die ,,Siebenten-Tags-Adventisten” beispielsweise haben sich in den letzten Jahren deutlich ,,aus der Sektenecke” heraus bewegt und sind (mehr oder weniger) eine Freikirche geworden. Andere Gruppen, z. B. einzelne Ausprägungen charismatischer Frömmigkeit, sind nie als ,,Sekte” angetreten, laufen aber Gefahr, zu ,,versekten”.
Der Begriff ,,Sekte” darf nicht als ,,Kampfbegriff” verwendet werden, um kleinere Religionsgemeinschaften oder Andersdenkende zu stigmatisieren. Es gibt jedoch Gruppen und Gemeinschaften, die sich selbst absolut setzten, so tun, als hätten sie Gott oder den Heiligen Geist gepachtet und Menschen mit problematischen Versprechungen abhängig machen. Hier muß man sich nicht wundern, wenn die Öffentlichkeit von “Sekte” redet. Im kirchlichen oder staatlichen Kontext sollte dieser Begriff jedoch vermieden werden.
Quelle: http://www.webnews.de/kommentare/198118/0/Was-ist-eine-Sekte.html
Mai 1, 2009 at 12:53
Hallo Philip,
warst ja lange abgetaucht, schön mal wieder was hier zu lesen
ja, die Sekten und Sonderlehren sind ein wichtiges Dauerthema – diese Verführungen sind die religiöse Variante des Unglaubens…
Segen!