Rückschläge

Es macht mehr Spaß, über Fortschritte zu schreiben. Wie man mit dem Glauben Hindernisse überwindet und wie man langsam lernt, Gottes Liebe weiterzugeben. Aber ich bemühe mich, möglichst aufrichtig und ehrlich zu sein. Es geht nicht immer nur aufwärts im Leben. Manchmal kommen auch Rückschläge. Da treten wieder Dinge in mein Leben, von denen ich dachte, ICH hätte sie schon überwunden. Und zwar immer dann, wenn ich nicht auf Jesus schaue, immer dann, wenn ich nicht zu ihm komme und alleine durch die Welt gehe. Dann verfalle ich den Verlockungen des Lebens, auf denen Spaß steht und Verderben drinsteckt. Dann mache ich nämlich wieder die alte Scheisse.
Dann muss ich wieder schmerzhaft erfahren, dass ICH überhaupt nichts überwunden habe und ich ohne IHN überhaupt nichts tun kann.

So wie gestern. Da habe ich mal wieder zu viel gesoffen. Das ist mir lange nicht mehr passiert, aber gestern hat es mich wieder erwischt. Ich weiß, dass es schlecht für mich ist, aber ich hatte mich nicht im Griff, denn meine Gedanken waren nicht bei Gott, sondern beim schnellen Vergnügen, das gar keines ist.
Heute habe ich einen mordsmäßigen Kater. Und nebenbei habe ich noch die Leute aus meiner Gemeinde versetzt. Die haben bestimmt auf mich gewartet. Ja, ich bereue wirklich, was ich da wieder fabriziert habe.

Ich führe kein frommes, vorbildliches Leben, der den gottlosen Menschen mal kurz zeigt, wie der Hase läuft. Ich brauche niemand den Spliter in seinem Auge vorhalten. Ich weiß, dass ich nen riesigen Balken in meinem Auge habe. Ich bin auch nur ein kleiner Sünder.

Wie werde ich das vor Gott rechtfertigen? Überhaupt nicht. Ich kann mich nicht rausreden, denn ich habe genau gewusst, was ich tue und habe mich gegen Gott gestellt. Alles was ich jetzt noch tun kann, ist auf seine Gnade zu hoffen.

Und ich weiß, dass ich für Gott wertvoll bin. Vor ihm bin ich nicht der kleine Sünder, sondern wie sein Kind, ein Sohn des Höchsten. Denn Christus reinigt mich von meiner Sünde und er hat die Schuld auf sich genommen. Jetzt muss ich nicht mehr die Sünde mit mir rumschleppen und mich darüber ärgern. Jesus hat sie weggenommen. Und ich kann wieder blitzeblank strahlen, denn Jesus ist bei mir.

Endzeiterwartung in der Urgemeinde

Mein Ziel war es eigentlich schon immer, das Christentum in der Originalfassung zu leben. Die Ansicht, wir wären über die Zeit reifer geworden und hätten eine größere Erkenntnis gewonnen, muss ich verwerfen. Das Gegenteil ist der Fall. Ich denke, dass die Christenheit selten weiter von Gott entfernt war, als heute.
Und während die Kirche in ihrer langen Geschichte viel Leid verursacht und mitverschuldet hat, ist die christliche Urgemeinde auch über die lange Zeit und den großen Wandel der Moralvorstellungen immer noch über jede moralische Kritik erhaben. Und zu keiner Zeit war die Christenheit stärker von Gottes Geist ergriffen, als am Anfang. Es ist offensichtlich, dass die Geschichte des Christentums kein geradliniger Verlauf im Sinne Gottes ist und geradezu nach Korrekturen schreit.

Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken,
und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.
Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, richte dein Amt redlich aus.
(2 Ti 4,3 ff)

Genau so ist es auch gekommen. Also, besinnen wir uns doch auf den Ursprung zurück, halten uns an die heilsame Lehre, die von den Aposteln gepredigt wurde und geben dem Heiligen Geist wieder mehr Raum, um in uns und durch uns zu wirken. Bisher dachte ich, ich hätte so im Groben begriffen, wie wir unser Leben führen sollen. Doch vor kurzem sprang mir ein Punkt ins Auge, den ich bis jetzt total vernachlässigt habe und der in der Urgemeinde wirklich allgegenwärtig war: die Erwartung auf baldige Rückkehr von Jesus Christus.
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10 Dinge, für die ich dankbar bin

Danke Gott, dass Du mir dieses Leben geschenkt hast.
Danke für Deine bedingungslose Liebe.
Danke, dass Du Dich nicht von der Welt abgewendet hast.
Danke für das Opfer, das Du für uns gebracht hast.
Danke für meine Familie und Freunde.
Danke, dass Du mich mit allem versorgst, das ich brauche.
Danke, dass Du mich aus dem Dreck gezogen hast.
Danke, dass Du meinem Leben Sinn und Perspektive gegeben hast.
Danke für die Herausforderungen. (machen das Leben interessanter)
Danke, dass Du mir gezeigt hast, dass es nichts Größeres gibt, als bei Dir zu sein.

Weltfrieden durch Christus

Die Welt ist nicht so, wie sie sein sollte. Das merkt schon jedes Kind. Sucht man nach Gründen, dann merkt man recht schnell, dass die Ursache für das Übel der Welt in irgend einer Form im Mensch stecken muss. Denn die Menschen verhalten sich nicht so, wie man es sich wünschen würde. Die Welt ist nicht nur wegen Menschen wie Hitler und Stalin verdorben, sondern wegen jedem einzelnen von uns, wegen Menschen wie du und ich. Jeder trägt mit seinen Missetaten einen Teil dazu bei, dass die Welt so bleibt, wie sie ist.

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Römer 5: aus Bedrängnis wird Hoffnung

In Röm. 5,1 steht, dass wir durch Jesus Christus Frieden mit Gott haben. Aber nicht nur das. Durch ihn haben wir auch Hoffnung auf das ewige Leben. Ja, nicht nur auf “ewiges Leben”, sondern auf das perfekte, ewige Leben.
Ich habe viele Christen erlebt (und bin auch selbst so einer), denen das irgendwie peinlich ist. Das klingt nämlich irgendwie durchgeknallt und man bekommt viele Worte zu hören, die nicht so nett sind und einen vielleicht verletzen könnten. Aber das sollte uns nicht peinlich sein. Nein, wir “rühmen” uns damit, d.h. wir geben damit an, wir protzen förmlich damit und sind stolz auf die Hoffnung der “zukünftigen Herrlichkeit”. Und diese Haltung sollte man nicht verstecken, sondern auch nach aussen zeigen! Anders können die Menschen doch gar nicht sehen, wie stark Jesus ein Leben verändert.

Paulus schreibt, dass wir uns bei Bedrängnissen genauso verhalten sollen. Er meint mit Bedrängnissen wahrscheinlich insbesondere auch die heftigen Verfolgungen, denen die Christen damals ausgesetzt waren. Das sind wir heutzutage in Deutschland Gott sei Dank nicht, aber auch wir haben mit Bedrängnissen zu kämpfen. Das können auch Anfechtungen, Spott oder andere Formen von gesellschaftlicher Ausgrenzung sein.
Mit diesen unangenehmen Dingen wollen wir angeben! Wir sind Kinder des allmächtigen Gottes und trotzdem (und gerade deshalb) sind wir Bedrängnissen ausgesetzt. Manche Christen meinen, sie müssten das verstecken und immer vorspielen, wie toll doch alles mit Jesus ist. Oder sie wollen es überhaupt nicht wahrhaben, dass sie in eine Lebenskrise geraten. Doch diese Bibelstelle hier hat eine andere Aussage: wir verstecken das nicht, sondern wir rühmen uns sogar damit.
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Wo ist der sch…Schlüssel?

Heute morgen habe ich es mal wieder eilig, will gerade zur Tür rausgehen, da merke ich, dass ich meinen Schlüssel vergessen habe. Also zurück ins Zimmer und Schlüsselbund holen. Hmm, ist nicht an seinem Platz. Ich laufe im Zimmer hin und her. Suche hier und dort. Vielleicht ist er heruntergefallen. Suche auf dem Nachtisch und an Stellen, wo ich ihn nie im Leben hinlegen würde. Aber kein Schlüssel weit und breit. Ich werde immer hektischer. Bei solchen Sachen kann ich total austicken.
Ich laufe im Zimmer auf und ab und suche in jeder Ecke. Stürze in die Küche - dort ist er auch nicht! Also wieder zurück in mein Zimmer und hektisch alles weiter durchgewühlt. Auf einmal höre ich mich schreien: “Scheissee!”

Das war dann so der Moment, in dem ich denken musste: “Philip, was machst du hier eigentlich?”
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Römer 3: die Begnadigung

Das Leben ist nicht gerecht. Aber Gott ist gerecht und deshalb muss er die Menschen für ihre Taten zur Rechenschaft ziehen.
Und wir haben den “Vertrag” alle nicht eingehalten. Das Urteil lautet: schuldig!

Stellt euch das wirklich mal vor. Alle sind schuldig sind und werden verurteilt. Da sucht man doch nach anderen Lösungen. Es kann nicht sein, dass das Urteil aufgehoben wird, aber die Strafe kann doch erlassen werden. Es kann eine Amnestie ausrufen werden. Und so hat es Gott gemacht.

Wem würdest du Amnestie gewähren? Dem, der sagt, dass er unschuldig sei, obwohl seine Schuld zweifelsfrei bewiesen ist? Oder dem, der sagt: “Ja, ich bin schuldig und ich bereue, was ich getan habe.” Ich vermute mal, du würdest auch eher den Letzteren begnadigen.

Wir haben nun aber alle richtig viel Schaden angerichtet, der irgendwie wiedergutgemacht werden muss. Tja, dann muss wohl die Staatskasse ranhalten. Und so gibt Gott uns seinen Schatz, um den von uns verursachten Schaden zu begleichen.

Wenn Gott dich also fragt, wer für dich bezahlen soll, was wirst du ihm antworten?

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Hoffnung, Glaube, Liebe

Zur Abwechslung mal was Lyrisches von mir.

Die Gewissheit sagt: “Du stirbst!”
Aber die Hoffnung sagt: “Ich werde leben!”

Die Erkenntnis sagt: “Du bist schwach!”
Aber der Glaube sagt: “Ich kann!”

Die Wahrheit sagt: “Du musst nicht!”
Aber die Liebe sagt: “Ich will!”

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
(1.Kor. 13,13)

Ohne Liebe würde ich nicht wollen.
Ohne Glauben würde ich nicht können.
Ohne Hoffnung würde ich nicht wissen warum.

Christentum ist progressiv!

Leider sehe ich häufig, dass Christentum extrem stark mit einer Rückbesinnung auf Altes verbunden wird. Wie traurig ist das denn!? Es wird versucht, die Menschen mit ihrer sentimentalen Ader einzufangen und sie mit dem Gefühl der “guten alten Zeiten” zu trösten. Wörter wie “Werteverfall” suggerieren, dass die Welt früher besser war und es unser Ziel sein sollte, zu diesen Zeiten zurück zu kehren.

Das ist aber nicht mein Verständnis von Christentum. Als Christen wollen wir doch das Reich Gottes aufrichten! Wir wollen bei etwas völlig Neuem mitwirken. Wir wollen eine neue Welt. Eine Welt der Liebe und des Friedens, eine Welt in Gemeinschaft mit Gott. Da müssen wir uns nicht auf Vergangenes zurück besinnen und uns auf die nichtige Diskussion einlassen, ob früher alles besser war, oder doch nicht. Mit der Vision von Gottes Reich vor Augen können wir eine Sache schaffen, die fundamental anders ist. Etwas, das so groß ist, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Read the rest of this entry »